Aktien Wien Schluss: Kursschwäche bei Banken belastet erneut

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch erneut im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 0,67 Prozent auf 3314,61 Punkte. Damit ging es für den Leitindex in einer ähnlichen Größenordnung abwärts wie am Vortag. Die übrigen europäischen Aktienmärkte verzeichneten mehrheitlich ebenfalls Kursverluste. Zuvor hatten bereits die Börsen in den USA und in Asien teils deutliche Abschläge hinnehmen müssen.

Die im Verlauf veröffentlichten Daten vom US-Arbeitsmarkt vermochten die Kurse in Europa nicht zu stützen: Nach Zahlen des privaten Dienstleisters ADP sind im November 190 000 neue Jobs dazugekommen. Analysten hatten dies erwartet. Der offizielle Arbeitsmarktbericht von staatlicher Seite folgt am Freitag.

Wie schon am Vortag lasteten neuerlich die Kursverlusten bei den Bankaktien Erste Group (minus 2,58 Prozent) und Raiffeisen (minus 1,28 Prozent) am ATX. Noch deutlicher abwärts ging es für Vienna Insurance (minus 2,68 Prozent) und die bereits am Vortag unter Druck geratenen Zumtobel -Aktien (minus 3,69 Prozent). Das Vorarlberger Beleuchtungsunternehmen hatte am Dienstag für die abgelaufenen beiden Quartale einen Gewinneinbruch gemeldet.

FACC-Titel fielen ebenfalls klar um 1,14 Prozent auf 13,85 Euro, obwohl der oberösterreichische Flugzeugzulieferer einen weiteren Großauftrag für den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier an Land gezogen hat. Im Juni hatte es einen Auftrag für Flügel-Rumpf-Verkleidungen im Wert von 100 Millionen Euro gegeben. Diesmal soll es um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gehen.

Gegen den Trend sehr fest notierten Wolford, die mit einem Plus von 4,96 Prozent größte Gewinner waren. Der finanziell angeschlagene Vorarlberger Strumpfhersteller ist im zweiten Geschäftsquartal wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Ebenfalls aufwärts ging es für die Aktien der Strabag mit einem Kurszuwachs von 1,43 Prozent. Der Baukonzern hat im Zusammenhang mit einem Altprojekt in der Region "Middle East" einen Vergleich geschlossen. Daraus ist noch im laufenden Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags zu erwarten. Bei einem Großprojekt in China gebe es hingegen "erhebliche Unsicherheiten", teilte die Strabag außerdem mit.