Aktien Wien Schluss: Kursgewinne - Semperit gefragt

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch mit Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Allerdings sorgt der Ukraine-Konflikt weiterhin für Unsicherheit und belastet mit einer Reihe von negativen Auswirkungen den Aktienmarkt. Investoren dürfte jedoch tiefere Niveaus immer wieder zum Einstieg nutzen. Der Leitindex ATX <AT0000999982> ging um 1,20 Prozent fester bei 3232,27 Punkten aus dem Handel. Der ATX Prime stieg um 1,05 Prozent auf 1627,31 Zähler.

Im Ukraine-Konflikt hat Moskau eine wirtschaftliche Strafmaßnahme vollzogen und die Lieferung von Erdgas an Polen und Bulgarien durch Gazprom <US3682872078> unterbunden. Nach Österreich fließt laut mehreren offiziellen Stellen allerdings weiter Gas.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat indes eine Anhebung der Zinsen im Euroraum im Sommer in Aussicht gestellt. "Der Auftrag der Europäischen Zentralbank ist die Preisstabilität", sagte Lagarde nach einem Treffen mit Bürgermeister Peter Tschentscher im Hamburger Rathaus. Um dies zu garantieren, habe die EZB unter anderem beschlossen, die milliardenschweren Anleihekäufe schneller auslaufen zu lassen.

Unternehmensseitig rückten im Zuge der Berichtssaison Erstquartalszahlen der Telekom Austria <AT0000720008> in den Vordergrund, die am Vorabend publik gemacht worden waren. Das operative Ergebnis und der Nettoertrag sind dabei laut Experten der Erste Group <AT0000652011> über den Erwartungen ausgefallen, während auf Erlösebene die Zahlen die Schätzungen enttäuscht haben. Die Titel stiegen um 0,7 Prozent.

Der auf Büros und Hotels spezialisierte Immobilienentwickler Warimpex ist 2021 indes in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Aktien verloren dennoch 1,0 Prozent.

Im Fokus stehen auch die Titel der Raiffeisen Bank International <AT0000606306>. So haben die Analysten der Deutschen Bank ihr Kursziel zuletzt von 28 Euro auf 13 Euro mehr als halbiert. Das Votum lautet weiter auf "Hold". Die Aktien gewannen 1,5 Prozent auf 10,4 Euro.

Hinsichtlich der anderen Banktitel wurden allerdings klare Verluste in Addiko verbucht. Die Wertpapiere gaben 5,5 Prozent nach. Erste Group stiegen hingegen um 0,9 Prozent. Bawag <AT0000BAWAG2> verteuerten sich um 0,7 Prozent.

Die Analysten von Raiffeisen Research haben unterdessen die Aktien der Immofinanz <AT0000809058>von "Buy" auf "Reduce" herabgestuft. Begründet wurde das vonseiten der Wertpapierexperten mit kurzfristigen Abwärtsrisiken. Auch das Kursziel wurde von 26,3 auf 22,5 Euro reduziert. Die Papiere der Immofinanz gaben um 0,2 Prozent auf 22,9 Euro nach.

Bei der Semperit fließt fürs abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie. Ein entsprechender Vorschlag des Vorstandes wurde auf der Hauptversammlung beschlossen. Die Aktie gewann 3,8 Prozent.

Vor dem Hintergrund des Gas-Lieferstopps-Russlands gewannen in einem volatilen Handel die OMV <AT0000743059>-Papiere 1,4 Prozent. Schoeller-Bleckmann verteuerten sich indes um 3,3 Prozent.

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