Aktien Wien Schluss: Kurse steigen

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit Kursgewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 0,64 Prozent auf 3205,09 Punkte. Auch die meisten anderen europäischen Indizes beendeten den Handelstag mit Gewinnen. Marktbeobachter berichteten allerdings von zurückhaltenden Anlegern im Vorfeld der am Freitag anstehenden Reden von EZB-Präsident Mario Draghi und Fed-Chefin Janet Yellen. Die Investoren begegnen dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole mit Vorsicht, kommentierte ein Marktanalyst.

Aktuelle Konjunkturnachrichten lieferten keine allzu starken Impulse. So wird die Stimmung in der französischen Wirtschaft immer besser. Der Indikator für das Geschäftsklima ist im August auf 109 Punkte gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2011. In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche leicht gestiegen, wurde am Nachmittag bekannt gegeben. Hingegen sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend gesunken.

In Wien sorgte erneut die laufende Berichtssaison für Bewegung. SBO kletterten nach Zahlen um 8,08 Prozent nach oben auf 57,50 Euro. Der Ölfeldausrüster hat dank eines erholten Branchenumfelds seine Ergebnisse im ersten Halbjahr deutlich verbessern können.

Gut gesucht zeigten sich nach Zahlen auch CA Immo mit plus 1,96 Prozent auf 22,93 Euro. Der Immobilienkonzern hat im ersten Halbjahr höhere Mieterlöse erzielt und seinen Gewinn erhöht.

Die EVN hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 mehr Gewinn und Umsatz erzielt, wurde ferner bekannt. Beigetragen haben dazu der kalte Winter und der verstärkte Einsatz der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung. Die Aktien des Versorgers zeigten sich mit minus 0,08 Prozent auf 13,05 Euro nur wenig verändert.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Bankensektor unter den größten Gewinnern. In Wien schlossen Erste Group 1,60 Prozent fester bei 35,56 Euro und Raiffeisen gewannen 2,39 Prozent auf 26,77 Euro. Die US-Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die österreichischen Banken von "stabil" auf "positiv" angehoben.

Erneut schwach zeigten sich hingegen Do & Co, die mit minus 3,89 Prozent auf 45,50 Euro an die Vortagesverluste anknüpften. Lenzing büßten nach den klaren Zugewinnen vom Mittwoch heute deutliche 6,88 Prozent auf 41,55 Euro ein.