Aktien Wien Schluss: Klare Verluste in schwachem Umfeld

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 38,94 Punkte oder 1,07 Prozent auf 3597,68 Einheiten. In einem schwachen europäischen Börsenumfeld knüpfte Österreichs Leitindex an seine Vortagesverluste an. Im Späthandel belastete eine deutlich tiefere Eröffnung an der Wall Street noch zusätzlich. Auch der ATX baute daraufhin seine Verluste aus.

An den Aktienmärkten wartet man bereits auf das Ergebnis der Zinssitzung der US-Notenbank. Diese beginnt heute, das Ergebnis wird am Mittwochabend bekanntgegeben. Marktteilnehmer und Analysten erwarten vorerst keine weitere Zinserhöhung. Die Notenbanker hatten zuletzt im Dezember das Zielband für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,50 Prozent angehoben.

Bei den Einzelwerten zeigten sich die Ölwerte neuerlich sehr schwach. Die Papiere des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann brachen um weitere 3,16 Prozent auf 88,75 Euro ein. Am Vortag hatten sie bereits 3,68 Prozent verloren. Auch für die Aktien der OMV ging es weiter abwärts, sie büßten 2,61 Prozent auf 52,98 Euro ein. Sie hatten am Montag 1,52 Prozent verloren. Die Ölpreise haben ihre zu Wochenbeginn begonnene Abwärtsbewegung weiter fortgesetzt.

Neuerlich unter Druck gerieten auch Zumtobel -Aktien. Sie brachen um 4,05 Prozent auf 9,24 Euro ein und verzeichneten damit den bereits vierten Handelstag in Folge Kursverluste. Am vergangenen Donnerstag hatte der Vorarlberger Beleuchtungsspezialist eine Gewinnwarnung ausgegeben.

Eine leichte Erholungsbewegung legten hingegen die Titel der Semperit hin. Sie stiegen um 0,74 Prozent auf 20,30 Euro. Zuvor hatten die Titel des Kautschuk- und Gummiherstellers drei Handelstage in Folge deutliche Kursverluste hinnehmen müssen, nachdem das Unternehmen ebenfalls am vergangenen Donnerstag eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte.

Im Vorfeld der für Mittwochfrüh angekündigten Ergebnisvorlage für das dritte Quartal 2017/18 gingen AT&S-Aktien kaum verändert mit einem geringfügigen Plus von 0,20 Prozent bei 25,10 Euro aus dem Handel. Analysten von Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten einen Umsatzanstieg von über einem Viertel sowie unter dem Strich eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen.