Aktien Wien Schluss: Kaum verändert

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Der Leitindex ATX gab um magere 0,07 Prozent auf 3021,44 Punkte nach. Auch an den europäischen Leitbörsen und an der Wall Street herrschten einheitlich negative Vorzeichen vor. Experten verwiesen auf die mittlerweile hohen Bewertungsniveaus der Aktien.

Nach Einschätzung der Helaba-Analysten steht international die Frage im Raum, mit welchen Argumenten man auf dem erreichten Kursniveau Investoren zu weiteren Aktienkäufen motivieren könnte. Es wurden bereits sehr viele Vorschusslorbeeren verteilt und die Bewertungsniveaus an den internationalen Leitbörsen können keineswegs als günstig bezeichnet werden, hieß es weiter.

Auf Unternehmensebene gestaltete sich die Meldungslage am heimischen Aktienmarkt sehr dünn. Quartalszahlen stehen erst am morgigen Donnerstag von UNIQA und Do&Co auf der Agenda. Im Vorfeld verbesserten sich die Titel des Cateringunternehmens um 0,3 Prozent und beim Versicherer UNIQA gab es ein Minus von 1,4 Prozent zu sehen.

Die auffälligste Kursbewegung absolvierte die Aktie von KapschTrafficCom mit einem Abschlag von 4,6 Prozent. Mehr als dreiprozentige Verluste mussten FACC, Flughafen Wien und Lenzing hinnehmen.

Die OMV-Papiere setzten den jüngsten Höhenflug mit plus 3,3 Prozent fort. Bereits an den zwei Vortagen hatten die Titel dank anziehender Rohölpreise in Summe um etwa acht Prozent an Wert gewonnen. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann legten zur Wochenmitte um 0,5 Prozent zu.

Unter den weiteren Schwergewichten stärkten sich voestalpine um 0,9 Prozent. Die Wienerberger-Papiere bauten hingegen ein Minus von 2,3 Prozent. Die Banken gingen in verschiedene Richtungen. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International konnten ein Plus von 0,2 Prozent verbuchen. Erste Group verbilligten sich hingegen um 0,6 Prozent und BAWAG gaben um 1,2 Prozent nach.

Palfinger-Aktien rutschten ungeachtet positiver Nachrichten 2,7 Prozent tiefer. Der Kranarmhersteller mit Sitz in Salzburg ist nach dem Cyberangriff vor etwas mehr als drei Wochen wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Alle 35 Produktionsstandorte von Palfinger würden wieder auf Hochtouren produzieren, informierte CEO Andreas Klauser.