Aktien Wien Schluss: Katalonien-Konflikt belastet ATX

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag klar im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 1,00 Prozent auf 3369,00 Punkte. Bereits am Vormittag war der heimische Leitindex tief in die Verlustzone gerutscht, nachdem die katalonische Regionalregierung ein Ultimatum der spanischen Zentralregierung verstreichen hatte lassen. Spaniens Regierung hatte Klarheit über die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region verlangt und will nun die katalonische Autonomie aufheben.

Europaweit trübte sich die Börsenstimmung daraufhin deutlich ein. Während die europäischen Leitbörsen ihre Kursgewinne im Späthandel aber noch etwas eingrenzen konnten, gelang dem ATX dies nur eingeschränkt und er beendete den Handelstag deutlich schwächer.

Bei den Einzelwerten stiegen die Aktien der FACC gegen den Trend klar um 1,87 Prozent auf 13,65 Euro, obwohl die Erste Group nach der jüngsten Zahlenvorlage ihre Anlageempfehlung von "Buy" auf "Accumulate" zurückgenommen hat. Das Kursziel wurde allerdings von 11,00 auf 15,00 Euro angehoben. Das Unternehmen hatte am Vortag seine Halbjahresergebnisse präsentiert.

Nach FACC zweitstärkster Wert im prime market waren Do&Co mit einem Kursplus von 1,36 Prozent auf 43,00 Euro. Am Mittwoch hatten die Papiere des Cateringunternehmens noch um 5,7 Prozent nachgegeben, nachdem berichtet worden war, dass Turkish Airlines am geplanten neuen Istanbuler Großflughafen nicht mit Do&Co zusammenarbeiten wolle.

Belastet wurde der ATX hingegen von deutlichen Kursverlusten bei Index-Schwergewichten wie Raiffeisen (minus 1,93 Prozent auf 28,39 Euro) und OMV (minus 1,87 Prozent auf 50,80 Euro).

Sehr schwach zeigten sich außerdem nach dem jüngsten Höhenflug AT&S (minus 2,72 Prozent auf 16,83 Euro), aber auch Lenzing, die somit an ihre jüngsten Kursverluste anknüpften. Mit einem Minus von 2,63 Prozent fielen die Titel des Faserherstellers auf 111,20 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Jänner. Im Mai hatten sie noch bei über 180 Euro notiert.