Aktien Wien Schluss: Jahresplus von 30,6 Prozent

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Freitag das Jahr 2017 mit einem starken Jahresplus beendet. Der österreichische Aktienindex ATX hat am letzten Handelstag des Jahres nach einer verkürzten Sitzung mit 3420,14 Punkten geschlossen. Auf Jahressicht hat der Index damit 30,62 Prozent zugelegt.

Die Wiener Börse findet sich mit diesem Plus im abgelaufenen Börsenjahr unter den besten Indizes weltweit. Der US-Index Dow Jones hat bisher 25,5 Prozent zugelegt. Der EuroStoxx-50 steht kurz vor Handelsende bei einem Jahresplus von 6,6 Prozent. Der deutsche Dax , in dem im Gegensatz zu anderen Indizes auch Dividenden mitberücksichtigt sind, stieg 2017 um 12,5 Prozent. Der ATX ist trotz des starken Anstiegs aber noch weit entfernt vom Allzeithoch von 4982 Zählern im Juli 2007.

Die größten Kursgewinner im Wiener Leitindex waren 2017 die Raiffeisen Bank International (+74 Prozent), OMV (+62 Prozent) und die s Immo (+60 Prozent). Insgesamt 15 Kursgewinnern standen im ATX 2017 nur fünf Kursverlierer gegenüber. Am stärksten verlor der Leuchtenhersteller Zumtobel (-40 Prozent).

Am Freitag selbst bewegte sich der ATX nur noch wenig und ging im Vergleich zum Vortag um 0,43 Prozent zurück. Die meisten Kursbewegungen hielten sich in engen Bandbreiten. Kursrelevante Nachrichten gab es knapp vor Jahresende kaum mehr, zudem dürften viele Marktteilnehmer das Jahr schon frühzeitig beendet und ihre Bücher geschlossen haben.

Die größten Tagesgewinner im Index waren EVN mit einem Plus von 2,90 Prozent auf 16,70 Euro. Gut nachgefragt waren auch Immofinanz (plus 2,24 Prozent) und s Immo (plus 2,57 Prozent). Der Investor Ronny Pecik hat ein weiteres Aktienpaket der s Immo gekauft und ist dort mit 23 Prozent nun der größte Aktionär, wurde am Vortag bekannt. Er habe einen zehnprozentigen Anteil von der Erste Group erworben, der Deal sei am Donnerstag finalisiert worden, berichtete die "Presse" online.

Die größten Verlierer waren am Freitag Zumtobel mit einem Minus von 2,53 Prozent. Bei höherem Volumen schwach schlossen OMV (minus 2,06 Prozent).