Aktien Wien Schluss: Freundlicher Wochenbeginn - ATX legt zu

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Montag mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Der ATX stieg um 1,01 Prozent auf 3138,17 Punkte. Die Kursentwicklung wurde laut Marktbeobachtern vom etwas schwächeren Euro sowie guten Wirtschaftsdaten aus Asien gestützt. Auch aus der Eurozone kamen erfreuliche Nachrichten: So kommt die Industrie der Eurozone immer besser in Schwung. Die Geschäfte legten im Juni so kräftig zu wie seit über sechs Jahren nicht mehr.

Am Nachmittag rückten aktuelle US-Daten in den Fokus: Die US-Industrie wuchs zuletzt so gut wie seit August 2014 nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex kletterte von Mai auf Juni überraschend deutlich um 2,9 auf 57,8 Punkte. Befragte Ökonomen hatten nur mit einem leichten Plus gerechnet.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Bankwerte sowie Titel aus den Sektoren Öl und Gas bzw. Rohstoffe unter den größeren Gewinnern. In Wien gewannen die Aktien des Stahlkonzerns Voestalpine 2,60 Prozent auf 41,86 Euro an Wert. Die Titel des Öl- und Gaskonzerns OMV legten um 1,28 Prozent auf 46,02 Euro zu. Die Ölpreise legten zu Wochenbeginn erneut zu.

Bei den Bankwerten stieg der Kurs der Raiffeisen -Papiere 1,90 Prozent auf 22,52 Euro, und Erste Group gewannen um 1,57 Prozent auf 34,05 Euro. Unter den Versicherern konnten Vienna Insurance Group ein Kursplus von 2,13 Prozent auf 25,22 Euro einfahren.

Nach den jüngsten Kursgewinnen kamen RHI zu Wochenbeginn etwas unter Druck. Die Titel des Feuerfestkonzerns rutschten 2,85 Prozent auf 31,53 Euro ab.

Schwächer zeigten sich auch Strabag und büßten 0,88 Prozent auf 37,53 Euro ein. Die Diskussion um die Neuordnung der Macht bei dem Baukonzern hat ein Ende. Die Strabag-Kernaktionäre - die Familie Haselsteiner, die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, die Uniqa sowie die Rasperia Trading von Oleg Deripaska - haben ihr Recht zur Aufkündigung der Syndikatsvereinbarung nicht ausgeübt. Somit hat sich die Vereinbarung um fünf Jahre bis Ende 2022 verlängert.