Aktien Wien Schluss: Bankenwerte klar höher

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit klaren Kursgewinnen geschlossen. Der ATX beendete den Handel mit einem Zuwachs von 1,14 Prozent bei 2995,95 Punkten. Der ATX prime verbesserte sich um 1,07 Prozent auf 1512,31 Einheiten. Auch an den europäischen Leitbörsen und an der Wall Street gab es im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der US-Leitzinsentscheidung Kursgewinne zu beobachten.

In Wien zogen vor allem die schwergewichteten Bankentitel den ATX in die Höhe. Die Aussicht auf steigende Zinsen dies und jenseits des Atlantiks könnte hier unterstützt haben. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International konnten ein starkes Plus von 5,5 Prozent verbuchen. Erste Group verteuerten sich um 1,8 Prozent.

Die italienische Großbank und Bank-Austria-Mutter Unicredit hat nach einem überraschend hohen Gewinn im zweiten Quartal bereits die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Der Konzern profitiert von den steigenden Zinsen in Europa, hieß es von Unternehmensseite.

Unter den weiteren Schwergewichten in Wien erreichten Wienerberger ein Plus von 2,8 Prozent. Andritz legten 1,4 Prozent zu. OMV-Anteilsscheine steigerten sich um 2,3 Prozent. Die Titel des Cateringunternehmens Do&Co verbesserten sich um 4,6 Prozent.

AT&S-Papiere gaben um 0,8 Prozent auf 49,55 Euro nach. Die Analysten der Berenberg Bank haben sowohl ihre Anlageempfehlung "sell" als auch das Kursziel von 38,00 Euro für die Titel des Leiterplattenherstellers unverändert belassen. Der zuständige Experte Gustav Froberg erwartet ein starkes Umsatzwachstum bei den anstehenden Quartalszahlen des Konzerns, verweist aber auf die hohen Kosten für das Wachstum. Zudem könnte es möglichen zyklischen Gegenwind für das Unternehmen geben.

Telekom Austria schlossen mit plus 0,7 Prozent bei 6,14 Euro. Die Analysten von Raiffeisen Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Telekomkonzerns bestätigt. Auch das Kursziel von 9,0 Euro wurde unverändert belassen. Die jüngsten Zweitquartalszahlen wurden als solide und leicht über den Erwartungen eingestuft.

Thema des Tages war international die am Abend anstehende Bekanntgabe der US-Leitzinsentscheidung. Ein kräftiger Zinsschritt der Fed ist vollständig eskomptiert und sollte daher kaum für Kursausschläge sorgen, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. Die Mischung aus Gasverknappung und -verteuerung mit steigenden Zinsen bei gleichzeitiger Abkühlung der Konjunkturdynamik ist eigentlich toxisch für die Aktienkurse, hieß es weiter von den Experten. Die relative Gelassenheit der Investoren sei aber wohl dem Umstand geschuldet, dass die Börsen seit Jahresbeginn schon deutlich an Wert eingebüßt haben.

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