Aktien Wien Schluss: ATX verteidigt Marke von 3000 Punkten

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Montag mit leichten Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Der heimische Leitindex ATX stieg um 0,13 Prozent auf 3008,96 Punkte und schloss somit über der Marke von 3000 Einheiten, nachdem er diese während des Handelstages unterschritten hatte. Der ATX Prime gewann 0,12 Prozent auf 1527,76 Zähler.

Zu Wochenbeginn veröffentlichte Konjunkturdaten fielen besser aus als erwartet. So hellte sich das Ifo-Geschäftsklimabarometer überraschend auf 92,4 Punkte auf. Auch der US-Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit stärker als erwartet.

Belastend dürften weiterhin die Sorgen vor steigenden Zinsen und einer zunehmenden Inflation gewirkt haben. Sie hätten den Optimismus rund um die Corona-Impfkampagnen und die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung zuletzt verdrängt, merkte der Analyst Michael Hewson von CMC Markets zuletzt an.

Unter den Einzelwerten standen bis Handelsschluss die Titel der Marinomed im Vordergrund. Sie sackten nach einem äußerst starken Freitag, an dem sie annähernd 18 Prozent an Kurswert gewonnen hatten, um 8,6 Prozent ab. Eine Erfolgsmeldung zum Wirkstoff Carragelose gegen Covid-19 hatte sie am Ende der Vorwoche beflügelt. Die heutige Gegenbewegung machte allerdings einen Großteil dieser Aufschläge wieder zunichte.

Dass der US-Großaktionär Starwood Capital, der bei der CA Immo seinen 29,99-Prozent-Anteil aufstocken will, sein angekündigtes Übernahmeoffert für den Büroimmobilienkonzern mit Sitz in Wien vorgelegt hat, brachte kaum Bewegung bei der Aktie des Konzerns. Das bis 9. April laufende Pflichtangebot lautet wie schon im Jänner avisiert auf 34,44 Euro je Titel. Die Aktie gewann moderate 0,1 Prozent auf 35,80 Euro

Akzente setzten Analystenstimmen: Die Wertpapierexperten von Raiffeisen Research hoben ihr Kursziel für die Aktien des oberösterreichischen Feuerwehrausrüsters Rosenbauer nach Vorlage der vorläufigen Jahreszahlen 2020 von 45,5 auf 52 Euro an. Der Analyst Markus Remis bestätigte angesichts des derzeitigen Kurses seine "Buy"-Bewertung. Das Papier schloss an der Spitze des prime market mit plus 5,1 Prozent bei 45 Euro.

Im Fokus standen zudem Andritz, für die es seitens der Baader Bank eine Kurszielerhöhung von 42 auf 50 Euro gegeben hatte - das "Buy"-Votum wurde bestätigt. Die Aktien stiegen um 0,9 Prozent auf 40,8 Euro.