Aktien Wien Schluss: ATX verliert im August mehr als vier Prozent

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX <AT0000999982> ging in einer Handelssitzung mit mehreren Vorzeichenwechseln mit plus 0,30 Prozent bei 2898,80 Einheiten aus dem Handel. Der ATX Prime gewann 0,22 Prozent auf 1467,36 Zähler.

Auf Monatssicht gaben beide Aktienbarometer allerdings um mehr als vier Prozent nach. Der August war geprägt von Inflations-, Zins- und letzten Endes auch Konjunktursorgen. Vor diesem Hintergrund standen nun die Eurozonen-Inflationszahlen zum August im Fokus.

So stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent. Das ist die höchste Rate seit Bestehen des Euro-Währungsgebiets. Die Markterwartungen wurden leicht übertroffen. Die EZB steuert angesichts der hohen Teuerung auf eine deutliche Zinsanhebung zu, wenn sich der geldpolitische Rat in der kommenden Woche trifft. Selbst ein besonders kräftiger Schritt um 0,75 Prozentpunkte gilt nach entsprechenden Äußerungen ranghoher Notenbanker als möglich.

Gut gesucht waren am heutigen Handelstag wie bereits am Dienstag Bankentitel. Raiffeisen und Bawag <AT0000BAWAG2> verteuerten sich um 1,6 und 1,8 Prozent. Erste Group <AT0000652011> stiegen um 0,6 Prozent.

Dagegen ging es für Versorger nach unten. Während die Aktien des Verbunds 0,2 Prozent abgaben, büßten die Anteilsscheine der EVN <AT0000741053> 2,3 Prozent ein. OMV <AT0000743059>, die während des gesamten Handelstags unter schwachen Ölpreisen gelitten hatten, gaben schließlich 0,4 Prozent ab.

Unterdessen hatte der Baukonzern Strabag seine Bücher in der Früh geöffnet. Er erzielte im ersten Halbjahr 2022 eine höhere Leistung als in der Vorjahresperiode, aber machte deutlich weniger Gewinn. Die Titel verloren 0,8 Prozent.

Die Analysten der Wiener Privatbank senkten derweil ihren fairen Wert für die Aktie der Immofinanz <AT0000809058> von 23,0 auf 17,0 Euro, bestätigten aber ihre Empfehlung "Halten" für den Titel. Die Aktie gab um 0,9 Prozent auf 14,8 Euro nach.