Aktien Wien Schluss: ATX schwächer

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag mit Kursverlusten geschlossen. Der ATX fiel 27,81 Punkte oder 0,88 Prozent auf 3119,10 Einheiten. Das europäische Umfeld fand zu Wochenbeginn keine klare Richtung. Weiterhin sorgen sich die Anleger vor allem um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Krise und halten sich dementsprechend am Markt zurück, kommentierte ein Börsianer.

Konjunkturdaten aus Europa lieferten wie erwartet keine nennenswerten Impulse. Auch die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen blieb recht dünn - die Berichtssaison nimmt erst im weiteren Wochenverlauf wieder Fahrt auf.

Zu den Aktien im Blickpunkt zählten UNIQA, die mit plus 7,92 Prozent auch die Gewinnerliste im Prime Market klar anführten. Der Versicherungskonzern hat um eine Milliarde Euro in Osteuropa zugekauft. Vom französischen Branchenkollegen AXA wurden die Töchter in Polen, Tschechien und der Slowakei erworben. Die Akquisition bringe fünf Millionen Neukunden und 800 Millionen Euro Mehrprämie.

Die Anteilsscheine von AT&S verloren hingegen 1,95 Prozent. Der Leiterplattenhersteller, der vorige Woche wegen des Coronavirus seine Ergebnisprognose für das Jahr 2019/20 gekappt hat, hat am Montag seine Produktion im Werk in Shanghai wieder aufgenommen.

Der Kranhersteller Palfinger hat am Montag, nach Ablauf der chinesischen Neujahrsferien, seine Produktion im Reich der Mitte wieder aufgenommen. Die Aktien gewannen 0,38 Prozent. Dem Luftfahrtzulieferkonzern FACC ist durch das Coronavirus bisher kein Schaden entstanden - das sagte ein Unternehmenssprecher. Die Aktien verbesserten sich leicht 0,67 Prozent.

Lenzing schlossen 0,75 Prozent befestigt. Der Faserhersteller fährt zwei der drei Anlagen in seinem chinesischen Werk aufgrund von Lieferengpässen in der Versorgung mit Rohstoffen und eines generellen Rückgans bei der Nachfrage kurzfristig herunter.

Auf der Verliererseite fanden sich auch einige Indexschwergewichte. So büßten OMV in einem schwachen europäischen Branchenumfeld 2,75 Prozent an Wert ein. Die Wertpapierexperten der Credit Suisse haben ihr Kursziel von 55,0 auf 52,5 Euro leicht herabgesetzt. Ihre Empfehlung "Underperform" haben sie gleichzeitig bestätigt.

Bei den Bankwerten gaben Erste Group um 1,90 Prozent nach und Raiffeisen schwächten sich um 1,04 Prozent ab. Voestalpine sanken um 1,35 Prozent. Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Papiere von 24,5 Euro sowie die Empfehlung "hold" bestätigt.