Aktien Wien Schluss: ATX schließt nach US-Daten im Plus

WIEN (dpa-AFX) -Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit moderaten Gewinnen beendet. Nach überraschenden US-Daten am Nachmittag legte der Aktienmarkt zeitweise deutlicher zu, gab einen Teil der Gewinne aber wieder ab. Der ATX AT0000999982 schloss mit 3224,43 Punkten 0,58 Prozent höher. Der ATX Prime verbesserte sich um 0,57 Prozent auf 1616,55 Zähler.

In den USA sind die Erzeugerpreise im Oktober weniger stark gestiegen als zuvor von Ökonomen erwartet worden war. Dies dürfte den Druck auf die US-Notenbank Fed, die Zinsen deutlich weiter anzuheben, etwas verringern. Der Empire-State-Index für November überraschte ebenfalls mit einem Wert von 4,5 Punkte anstatt der prognostizierten minus sechs Zählern. Ein positiver Wert deutet auf eine bessere Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaates New York hin.

In Wien standen die Vienna Insurance Group AT0000908504 (VIG) und Rosenbauer mit ihrem jeweiligen Dreivierteljahresergebnis im Fokus. Der Feuerwehrgerätehersteller Rosenbauer rutschte in die roten Zahlen. Die Aktien büßten bei relativ niedrigem Handelsvolumen rund 1,9 Prozent ein. Im Verlauf hatten die Papiere auch teilweise deutlich im Plus notiert.

Beim Versicherer VIG stieg der Vorsteuergewinn überraschend deutlich. Die Erste Group behielt ihre Kaufempfehlung für die Papiere bei. Die Anteilsscheine des Konzerns notierten unbewegt.

Die Papiere des Stahlkonzerns Voestalpine AT0000937503 kletterten um 1,7 Prozent nach oben. Die Analysten der Wiener Privatbank haben ihr Anlagevotum "Kaufen" und den fairen Wert für die Aktie bestätigt. Die Zahlen des Stahlkonzerns lagen deutlich über den Erwartungen der Bank, schreibt Analyst Nicolas Kneip in einer Studie.

Die schwergewichteten Bankwerte tendierten uneinheitlich. Die Papiere der Erste Group und der Bawag AT0000BAWAG2 stiegen um 0,7 und 0,4 Prozent nach oben, während die Aktien der Raiffeisen Bank International AT0000606306 um 1,3 Prozent nachgaben. Stärkere Kurssprünge nach oben gab es bei UBM, Semperit (beide plus 3,7 Prozent) und Marinomed (plus 4,1 Prozent), letzteres allerdings bei niedrigem Volumen. Die deutlichsten Abgaben gab es bei Frequentis. Die Aktien verloren fast drei Prozent an Wert.