Aktien Wien Schluss: ATX mit leichtem Plus

WIEN (dpa-AFX) -Die Wiener Börse hat am Dienstag erneut mit höheren Notierungen geschlossen. Der ATX AT0000999982 stieg 0,61 Prozent auf 3158,71 Einheiten und konnte damit seine jüngsten Zugewinne etwas ausbauen. Auch das europäische Umfeld zeigte sich mit positiven Vorzeichen.

In den Fokus der Investoren rückten die heute Mittag angelaufenen US-Zwischenwahlen. Aber auch die am Donnerstag anstehenden US-Inflationszahlen werfen bereits ihren Schatten voraus, hieß es.

Insbesondere im Hinblick auf die internationale Politik der USA werden die Ergebnisse der Zwischenwahlen mit Spannung erwartet, hieß es von den Helaba-Experten. Laut Umfragen drohen der demokratischen Partei von US-Präsident Joe Biden erhebliche Verluste. Im Senat dürfte das Rennen aber wesentlich knapper ausfallen als im Repräsentantenhaus. Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird am frühen Mittwochmorgen gerechnet. Unternehmensseitig blieb es am Berichtstag eher ruhig. Die Berichtssaison nimmt in Wien erst am morgigen Mittwoch wieder Fahrt auf.

Unter den Einzelwerten konnten Lenzing an die zuletzt klaren Kurszuwächse anknüpfen und kletterten um weitere knapp 17 Prozent hoch. In einem starken europäischen Tech-Sektor zeigten sich AT&S um 2,3 Prozent fester. Agrana zogen 3,1 Prozent auf 14,95 Euro an. Die Analysten von Raiffeisen Research (RFR) haben ihre Anlageempfehlung von "Hold" auf "Buy" erhöht und das Kursziel von 17,5 auf 18,5 Euro angehoben.

Aktien der Erste Group AT0000652011 schlossen gut ein Prozent höher. Österreichs größtes Geldhaus steht vor einem Zukauf in Tschechien. Die tschechische Tochterbank Ceska sporitelna habe einen Vertrag über den Kauf des lokalen Kreditportfolios der in Liquidation befindlichen russischen Sberbank in dem Land unterzeichnet, hatte das Institut am Montag mitgeteilt. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.

Zudem liebäugelt Raiffeisen einem Zeitungsbericht zufolge mit der Moneta Money Bank. Die tschechische Tochter sei nach wie vor an einer Fusion mit Moneta interessiert, geprüft werde ein möglicher Deal derzeit aber nicht, sagte Igor Vida, der Chef der tschechischen Raiffeisenbank, zur Tageszeitung "Hospodarske Noviny". RBI-Aktien zeigten sich mit plus 1,6 Prozent ebenfalls fester.

VIG-Aktien schlossen unverändert. Die Vienna Insurance Group AT0000908504 (VIG) hat die Aufnahme der Aktien an der Budapester Börse beantragt. Die Papiere des Versicherungskonzerns sind seit 1994 an der Wiener Börse und seit 2008 an der Prager Börse gelistet. Der erste erwartete Handelstag ist in Abstimmung mit der Budapester Börse der 11. November, wie die VIG mitteilte.