Aktien Wien Schluss: ATX leicht im Minus - Zumtobel stürzen um 21 Prozent ab

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag etwas schwächer geschlossen. Der ATX fiel um 0,22 Prozent auf 3331,99 Punkte. Damit setzte sich die jüngste Abwärtsbewegung des österreichischen Leitindex vorerst fort. Bereits an den ersten drei Handelstagen der Woche hatte der ATX nachgegeben. Die europäischen Leitbörsen verzeichneten hingegen mehrheitlich Kursgewinne.

Impulse lieferte vor allem die laufende Berichtssaison. So schlossen die Aktien der UNIQA mit plus 2,65 Prozent auf 8,52 Euro im ATX-Spitzenfeld, nachdem der Versicherer mitgeteilt hatte, bis September um sechs Prozent mehr eingenommen zu haben. Außerdem wurde das Vorsteuerergebnis um gut ein Fünftel auf 181,4 Millionen Euro gesteigert. Im Gesamtjahr soll das Vorsteuerergebnis leicht über dem Vorjahr liegen, die progressive Dividendenpolitik soll weitergehen.

Schwer unter Druck gerieten die Titel der Zumtobel. Sie stürzten nach einer Gewinnwarnung zwischenzeitlich um über 25 Prozent ab. Aus dem Handel gingen die Papiere des Vorarlberger Beleuchtungsspezialisten um 20,87 Prozent tiefer bei 10,92 Euro. Damit notierten sie so tief wie zuletzt im Juni 2016. "Zumtobel hat die Gewinnwarnung hauptsächlich wegen des Preisdrucks in Europa und Verzögerungen bei Projekten in ihrem größten Markt Großbritannien herausgegeben", erläuterte ein Analyst der Baader Bank.

Etwas höher notierten die Aktien der BAWAG (plus 0,53 Prozent auf 43,38 Euro). Im dritten Geschäftsquartal hat der Börsenneuling seinen Nettogewinn um 4,4 Prozent auf 100,5 Millionen Euro gesteigert. Beim Vorsteuergewinn gab es mit 131,8 Millionen Euro (plus 7,9 Prozent) einen Unternehmensrekord.

Außerhalb des Leitindex stiegen die Anteilsscheine von Do & Co als stärkster Wert im prime market um 5,62 Prozent auf 47,00 Euro, obwohl das Cateringunternehmen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 einen Rückgang des Konzernergebnisses von 18,1 Prozent auf 12,42 Millionen Euro gemeldet hatte. Analysten hatten jedoch ein noch deutlicheres Minus erwartet gehabt.

Schwächer zeigten sich hingegen Semperit mit einem Minus von 0,80 Prozent auf 24,65 Euro. Der Gummi- und Kautschukkonzern hat das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Nettoverlust von 16,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Ergebnis fiel damit schlechter aus als von Analysten erwartet.

Abseits der Berichtssaison gaben die Aktien der Porr um 0,52 Prozent auf 24,60 Euro nach. Der Finanzvorstand des Baukonzerns, Christian Maier, verlässt das Unternehmen zum Jahresende.