Aktien Wien Schluss: ATX leicht im Plus - Verluste auf Jahressicht

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den letzten Handelstag des Jahres am Mittwoch zwar mit einem Plus beendet, auf Jahressicht liegt die Börse vor dem Hintergrund der Corona-Krise aber klar im Minus. Der heimische Leitindex ATX stieg am Mittwoch in einer verkürzten Börsensitzung um geringe 0,08 Prozent auf 2780,44 Zähler. Der breiter gefasste ATX-Prime gewann ebenfalls 0,08 Prozent auf 1412,91 Punkte.

Auf Jahressicht gab der ATX allerdings deutlich nach: Gegenüber Ultimo 2019 verlor das Aktienbarometer 12,76 Prozent. Beim ATX-Prime belief sich der Abschlag auf 12,11 Prozent.

Verantwortlich für die starken Verluste in diesem Börsenjahr machen Händler und Marktbeobachter einstimmig die Coronavirus-Pandemie, die seit Anfang März weltweit für Verwerfungen an den Aktienmärkten gesorgt hatte. Anders als in New York oder Tokio konnten sich die Indizes hierzulande auf Jahressicht allerdings nicht wieder in die Gewinnzone zurückarbeiten.

Die höchsten Kursaufschläge verzeichneten am heutigen Handelstag die Aktien der Do&Co, die um 7,40 Prozent höher aus dem Handel gingen. AMAG verteuerten sich um 6,03 Prozent und Flughafen Wien um 2,87 Prozent.

Am andern Ende der Kurstafel gaben dagegen Rosenbauer am letzten Handelstag des Jahres 3,71 Prozent ab. FACC sanken um 2,41 Prozent und ebenso auch Semperit.

Auf Jahressicht haben die Anteilsscheine des Schutzhandschuhherstellers allerdings über 118 Prozent zugelegt und waren im Krisenjahr 2020 die mit Abstand größten Gewinner im prime market. Dahinter reihten sich die Papiere des Verbund, die eine Steigerung auf Jahresfrist von 56,12 Prozent verbuchten.

Die größten Kursverlierer des Jahres im prime market waren dagegen Kapsch TrafficCom, die um 54,36 Prozent nachgaben. Addiko verloren 39,24 Prozent und die beiden Titel der Ölindustrie, OMV und Schoeller-Bleckmann, 34,11 bzw. 38,17 Prozent.

Die beiden Bankenschwergewichte Erste Group und Raiffeisen verbuchten zum Ultimo ebenfalls klare Abgaben. Sie verloren jeweils rund 25 Prozent an Kurswert.