Aktien Wien Schluss: ATX legt nach ruhigem Handel etwas zu

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag etwas höher geschlossen. Der ATX ging mit einem Plus von 0,27 Prozent auf 3333,71 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste ATX Prime legte um 0,29 Prozent auf 1672,15 Punkte zu. Bedingt durch den Feiertag verlief der Handel weitgehend ruhig. Wichtige Unternehmensnachrichten lagen am Donnerstag nicht vor, und auch von den anderen Börsen kamen keine richtungweisenden Impulse.

Verbund-Aktien setzten ihre jüngste Kursrally mit einem Plus von 1,37 Prozent auf 92,50 Euro noch etwas fort. Am Mittwoch hatten die Titel bereits um 9,4 Prozent zugelegt, nachdem der Stromkonzern eine Sonderdividende in Höhe von 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte. Die Analysten der Deutschen Bank haben in Reaktion auf die Meldung ihr Kursziel für die Aktie von 96,0 auf 105,0 Euro erhöht und ihre Empfehlung auf "buy" angehoben.

Mit der Sonderdividende und geplanten Gutschriften für Stromkunden dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Sondersteuer auf die Verbund-Gewinne deutlich gesunken sein, schreiben die Analysten. Die Sonderdividende des teilweise in Staatseigentum stehenden Unternehmens könnte in Hilfen für stark von der Energiekrise betroffene Verbraucher fließen, ohne die Anlegerstimmung durch eine Sondersteuer zu belasten, so die Experten.

Die größten Gewinner im Prime Market waren die Aktien des Flugzeugteileherstellers FACC mit einem Plus von 4,7 Prozent. Auch an anderen Börsen zählten Titel der Flugzeugbranche am Donnerstag zu den größten Gewinnern.

Unterschiedlich entwickelten sich hingegen die Bankwerte. Raiffeisen Bank gehörte mit einem Plus von 3,1 Prozent zu den Tagesgewinnern. Unter Druck kamen hingegen Aktien von Erste Group und verloren bei höherem Volumen 1,1 Prozent. Die größten Verlierer im Prime Market waren Schoeller-Bleckmann mit einem Minus von 2,6 Prozent.

Die am Donnerstag gemeldeten Wirtschaftsdaten brachten keine klaren Impulse für die Börsen. So ist die US-Wirtschaft im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet laut einer zweiten Schätzung etwas stärker als erwartet um 1,5 Prozent geschrumpft. Die Erwartungen wurden damit zwar enttäuscht, schwache Daten mildern an den Börse aber auch die Angst vor anstehenden starken Zinserhöhungen.

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