Aktien Wien Schluss: ATX gibt um 2,23 Prozent nach

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Mittwoch merklich tiefer aus dem Handel gegangen. Der ATX <AT0000999982> schloss um 2,23 Prozent im Minus bei 3002,27 Punkten. Der ATX Prime notierte ebenfalls klare 2,09 Prozent tiefer bei 1520,10 Zählern.

Auch das europäische Börsenumfeld hat schwächer tendiert. Die Nervosität an den Finanzmärkten bleibt hoch, hieß es von Marktbeobachtern.

Die US-Notenbank wird sich laut ihrem Chef Jerome Powell mit ihrer Zinspolitik stark dafür einsetzen, die hochgeschossene Inflation zu senken. Die Währungshüter handelten zügig, um dies zu erreichen, erklärte Powell am Mittwoch in seiner im Voraus veröffentlichten Rede zu einer zweitägigen Anhörung im US-Kongress. Das Ziel sei, die Inflation auf zwei Prozent zu drücken, während der Arbeitsmarkt stark bleibe.

Größte Gewinner im ATX Prime waren die Aktien von Frequentis mit einem Kursplus von 3,3 Prozent. Die französische Flugsicherung hat Frequentis mit der Lieferung ihrer hochmodernen Remote Digital Tower (RDT) Lösung in Frankreich beauftragt. Die Lösung, die in einem Remote Tower Centre (RTC) in Toulouse untergebracht werden soll, wird zunächst den Flugverkehr für den über 500 Kilometer entfernten Flughafen Tours Val De Loire steuern.

Am anderen Ende standen die Papiere der Voestalpine <AT0000937503>, die in einem sehr schwachen europäischen Branchenumfeld um satte 13,1 Prozent auf 21,20 Euro abrutschten. Laut Marktbeobachtern hat die US-Bank JPMorgan <US46625H1005> die Titel von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 42,50 auf 27,50 Euro gesenkt.

Die negative Branchenstudie von JPMorgan hat die Stahlwerte europaweit schwer unter Druck gesetzt. Preise und Profitabilität seien deutlich gesunken, die Lagerbestände in Europa und China eher hoch und die Wirtschaftsaussichten mau, fasste der Experte die Misere zusammen.

Auch die Ölwerte mussten europaweit Federn lassen. In Wien schlossen OMV <AT0000743059> 3,3 Prozent tiefer und Schoeller-Bleckmann mussten einen Abschlag in Höhe von vier Prozent verdauen. Die Ölpreise haben bis zuletzt stark nachgegeben.

Lenzing tendierten um 2,1 Prozent schwächer. Der Faserhersteller will ab dem Geschäftsjahr 2023, also ab der Ausschüttung im Jahr 2024, mindestens 4,50 Euro Dividende pro Aktie zahlen. Das sei im Strategie-Update vom Vorstand beschlossen worden, müsse nun aber noch vom Aufsichtsrat genehmigt werden, hatte das Unternehmen am Dienstagabend mitgeteilt. Abweichungen bleiben aber möglich.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.