Aktien Wien Schluss: ATX gewinnt 0,42 Prozent

dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit Kursgewinnen beendet. Der ATX stieg um 0,42 Prozent auf 3327,42 Punkte

Unterstützung lieferten ein etwas schwächerer Eurokurs, eine freundliche Eröffnung an der Wall Street sowie jüngste Insider-Meldungen zur europäischen Notenbankpolitik. Aussagen aus Kreisen der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge seien von den Währungshütern im kommenden Jahr 2018 nur geringfügige Anpassungen ihrer Niedrigzins-Politik zu erwarten.

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen in Deutschland sorgten dagegen nicht für Aufregung an den Märkten. Bereits zum Wochenstart hatte die Nachricht nur kurz auf Europas Aktienmärkten gelastet.

In Wien waren neue Unternehmensmeldungen rar. Rückenwind kam für den ATX unter anderem von Polytec (plus 4,38 Prozent auf 18,57 Euro) und Lenzing (plus 3,78 Prozent auf 100,15 Euro), aber auch Wolford waren mit einem Plus von 3,26 Prozent auf 14,25 Euro erneut gesucht. Am Vortag hatten die Papiere mit einem Zuschlag von mehr als fünf Prozent an erster Stelle geschlossen.

Bauwerte rangierten ebenfalls mehrheitlich unter den Kursgewinnern. So gewannen Porr-Aktien 4,20 Prozent auf 25,29 Euro und Strabag zogen um 2,18 Prozent auf 34,40 Euro an. Wie am Dienstag bekannt wurde, hat das Unternehmen einen neuen Auftrag in Schweden an Land gezogen und wird einen weiteren Abschnitt des Akalla-Tunnels für den Stockholmer Autobahnring bauen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 45 Millionen Euro.

Bei Wienerberger ging es dagegen um 1,35 Prozent auf 19,41 Euro bergab. Zumtobel-Papiere verloren 2,93 Prozent auf 10,94 Euro. Nach der Gewinn- und Umsatzwarnung der vergangenen Woche hatten die Analysten der Erste Group die Aktien des Leuchtenherstellers von "Hold" auf "Sell" abgestuft. Das Kursziel wurde von 16,40 Euro auf 9,00 Euro nach unten gesetzt. Auch die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) senkten ihr Kursziel für die Zumtobel-Papiere von 16,00 auf 12,00 Euro, das Votum bliebt jedoch bei "Hold".

Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise schlossen OMV 1,13 Prozent höher bei 51,91 Euro. Die Papiere des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann stiegen um 2,74 Prozent auf 80,34 Euro.