Aktien Osteuropa Schluss: Warschau und Budapest fester - Prag und Moskau schwach

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben nach einem schwachen Wochenausklang am Montag uneinheitlich geschlossen. Mangels Impulsen fehlte ein klarer Trend. Die Anleger blicken bereits auf die am Mittwoch anstehende US-Leitzinsentscheidung. Experten erwarten eine weitere Zinserhöhung der Fed. Nur das Ausmaß - 0,75 oder sogar einen ganzen Prozentpunkt - sei unklar.

In Polen stieg der Wig 20 <PL9999999375> um 1,69 Prozent auf 1527,25 Punkte, nachdem er am Freitag 2,5 Prozent eingebüßt hatte. Für den marktbreiten Wig ging es zu Wochenbeginn um 1,46 Prozent auf 50 071,88 Zähler nach oben. Unter den Schwergewichten in Warschau gewannen die Papiere des Ölunternehmens PKN Orlen 2,3 Prozent. Die Titel der PKO Bank verteuerten sich um 2,8 Prozent.

Der Budapester Bux <XC0009655090> beendete den ersten Handelstag der Woche 0,51 Prozent höher bei 40 261,73 Punkten. Die Papiere der OTP Bank <HU0000061726> verteuerten sich trotz negativer Meldungslage um 1,6 Prozent. Die ungarische Regierung hatte am Wochenende angekündigt, dass das Einfrieren der Zinssätze um sechs Monate bis Ende Juni 2023 verlängert werde. Die Analysten von Erste Group schrieben von schlechten Nachrichten für die OTP Bank und rechnen mit Einmaleffekten in Höhe von 10 Milliarden Forint für das Finanzhaus.

Der tschechische Leitindex PX <XC0009698371> gab indes um 0,40 Prozent auf 1215,38 Zähler nach. Er hatte bereits am Freitag 2,1 Prozent verloren. Komercni Banka <CZ0008019106> verbilligten sich um 1,9 Prozent. Moneta Money gaben um 0,1 Prozent nach, während die Titel der auch in Prag notierten, schwer gewichteten österreichischen Erste Group um 0,8 Prozent zulegten. Die Papiere des Energieunternehmens CEZ <CZ0005112300> sanken um ein Prozent.

An der Moskauer Börse sank der RTS-Index <RU000A0JPEB3> um 0,19 Prozent auf 1272,66 Zähler.