Aktien Osteuropa Schluss: Verluste nach starkem Wochenstart

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die Börsen in Mittel- und Osteuropa haben am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Insbesondere zu Wochenbeginn aber hatten die Aktienmärkte bereits deutlich zugelegt.

Mit Blick auf den Konjunkturdatenkalender rückten nun frische Industriezahlen aus Polen ins Rampenlicht. Die Industrieproduktion des Landes war im April um 24,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Experten hatten im Mittel einen Rückgang von 12,4 Prozent erwartet. Besonders hart hatte es die polnische Automobilindustrie getroffen. Erste-Group-Expertin Malgorzata Krzywicka sieht in den Zahlen eine Bodenbildung und erwartet in den kommenden Monaten eine leichte, aber stetige Erholung.

An der Warschauer Börse ging der polnische Leitindex Wig-20 um 0,90 Prozent tiefer bei 1637,84 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Wig verlor 0,48 Prozent auf 46 073,39 Zähler. Mit Blick auf die Einzelwerte rückten die Anteilscheine der Modekaufhauskette LPP in den Fokus. Seit Anfang Mai ist laut Konzernangaben der Umsatz um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Die Aktien gaben am Donnerstag um 1,8 Prozent nach.

An der Prager Börse verlor der tschechische Leitindex PX <XC0009698371> 1,01 Prozent auf 869,69 Punkte. Die größten Abgaben verzeichneten die Aktien des Softwarekonzerns Avast, die um 2,44 Prozent absackten.

Schwächer schloss zudem die Budapester Börse. Der ungarische Leitindex Bux <XC0009655090> gab um 0,40 Prozent auf 35 494,52 Einheiten nach. Die größten Verluste unter den Schwergewichten verzeichneten die Anteilscheine von MTelekom <HU0000073507>, die um 0,9 Prozent fielen.

Nach seinen Gewinnen zur Wochenmitte von mehr als 4 Prozent gab nun auch der russische Leitindex RTS nach. Er verlor 1,57 Prozent auf 1206,28 Punkte.