Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Moskau und Budapest wieder stark im Minus

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die Börsen in Mittel- und Osteuropa haben am Freitag mit teils deutlichen Verlusten geschlossen, während das westeuropäische Umfeld weitere Aufschläge verbuchen konnte. Wie bereits am Vortag wurden insbesondere in Budapest und Moskau klare Abgaben verzeichnet.

So sackte der in US-Dollar notierte russische RTS-Index <RU000A0JPEB3> um 3,47 Prozent auf 1133,94 Punkte ab. Am Vortag hatte er wegen des schwachen Rubels mehr als 5 Prozent verloren.

Der ungarische Bux <XC0009655090> fiel nach seinem Kursrutsch am Vortag am Freitag um 1,50 Prozent auf 38 644,57 Zähler. Ungarn will neue Sondersteuern für bestimmte Branchen einführen, weswegen speziell die Aktien von OTP, Mol <HU0000068952> und MTelekom <HU0000073507> am Donnerstag deutlich Federn gelassen hatten.

Am Freitag verloren unter den Schwergewichten OTP nun weitere 5,3 Prozent, was die Experten der Erste Group als überzogene Marktreaktion werteten. Für Mol ging es nach den satten Vortagesverlusten um 2,2 Prozent hinauf. Einbußen von 3,6 Prozent indes verzeichneten MTelekom.

In Warschau ging der polnische Leitindex Wig-20 <PL9999999375> 0,89 Prozent tiefer bei 1810,68 Punkten aus dem Handel. Für den marktbreiten Wig ging es um 0,56 Prozent auf 56 609,87 Zähler nach unten.

Die Anteilsscheine von CD Projekt stiegen nach Geschäftszahlen zum ersten Quartal um 1,5 Prozent auf 112,28 Zloty. Laut den Experten der Erste Group lag der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen über ihren Erwartungen - beim Nettogewinn entsprachen sie den Schätzungen. Hervor hoben die Erste-Analysten, dass der neueste Teil im Witcher-Franchise die Forschungsphase beendet habe und die Produktion des Videospiels nun mindestens drei Jahre dauern würde.

Die Wertpapierexperten der Credit Suisse <CH0012138530> zeigten sich indes wenig begeistert von der Zahlenvorlage und kürzten das Kursziel für CD Projekt auf 97 Zloty hinunter. Die dem berechneten Kursziel zugrunde liegenden Prognosen der Bank lägen klar unter den Markterwartungen, nicht zuletzt wegen den "niedrigeren" Cyberpunk-Verkaufszahlen und schwachen Umsätzen beim Online-Store GOG.

In Prag trat der PX <XC0009698371> mit minus 0,02 Prozent bei 1310,33 Zählern nahezu auf der Stelle. Während es bei den Papieren der Erste Group und CEZ <CZ0005112300> um 0,7 beziehungsweise 0,5 Prozent bergab ging, zogen unter den Bluechips Komercni um 1,1 Prozent an. Die Anteilsscheine von Vig gewannen 1,6 Prozent.

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