Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Moskauer Börse steigt weiter

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG//MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Mittwoch erneut uneinheitlich geschlossen. Während die Börsen in Polen und Tschechien nachgaben, wurden in Ungarn und erneut auch in Russland Gewinne verzeichnet.

In Warschau sank der WIG-30 um 0,83 Prozent auf 2902,74 Punkte. Der breiter gefasste WIG fiel um 0,79 Prozent auf 64 617,71 Einheiten. Impulse lieferte vor allem die laufende Berichtssaison. Durchweg negative Kursreaktionen gab es auf die Quartalsergebnisse der drei Stromkonzerne Energa, PGE und Enea.

Energa hatte für das dritte Quartal einen Rückgang des Nettogewinns gemeldet. Die Aktie fiel um 2,14 Prozent. PGE hingegen hatte zwar in den ersten neun Monaten einen Zuwachs beim operativen Gewinn (Ebitda) von 28 Prozent verbucht, doch die Anteilsscheine büßten dennoch 5,29 Prozent ein. Enea verloren 4,03 Prozent.

In der Finanzbranche standen die Neunmonatsergebnisse der Bank Pekao an. Zudem wurde eine neue Unternehmensstrategie vorgestellt. Das Finanzinstitut will sich verstärkt auf Märkte außerhalb Polens konzentrieren und in New York sowie in London aktiv werden. Mit einem Minus von 0,45 Prozent hielten sich die Papiere der Bank Pekao etwas besser als der Gesamtmarkt.

In Prag verlor der tschechische Leitindex PX 0,16 Prozent auf 1054,07 Punkte. Das Handelsvolumen lag bei 0,49 (Vortag: 0,45) Milliarden tschechischen Kronen. Die Arbeitslosigkeit in Tschechien erreichte einen neuen Tiefstand: Nach Angaben des Zentralen Arbeitsamtes lag sie Ende Oktober bei 3,6 Prozent und damit um 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und um 0,2 Prozentpunkte tiefer als Ende September.

Unter den Einzelwerten knüpften die Aktien des Index-Schwergewichts CEZ mit minus 0,82 Prozent an ihre Vortagesverluste an. Am Dienstag hatte der Stromkonzern für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017 einen Rückgang des operativen Gewinns gemeldet.

Angeführt wurde der PX von den Aktien des Spirituosenherstellers Stock, die um 1,30 Prozent zulegten. Die Papiere des Glücksspielunternehmens Fortuna gewannen 0,88 Prozent und die Anteilsscheine der Moneta Money Bank 0,79 Prozent. Die Papiere der Konkurrentin Komercni Banka hingegen verloren 0,17 Prozent.

In Budapest stieg der ungarische Leitindex BUX um 0,79 Prozent auf 40 122,07 Zähler und machte damit seine Vortagesverluste wieder wett. Das Handelsvolumen belief sich auf 18,8 (Vortag: 21,9) Milliarden Forint. Datenseitig wurde mit einem Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein klarer Anstieg der Industrieproduktion bekanntgegeben. Bereinigt um die Anzahl der Werktage legte die Industrieproduktion sogar um 8,1 Prozent zu.

Unter den Einzelwerten stiegen die Aktien des Öl- und Gaskonzerns MOL um 2,17 Prozent, während sich die Anteilsscheine von Magyar Telekom nicht und die der OTP Bank mit jeweils minus 0,05 Prozent kaum verändert schlossen. Beim Pharmakonzerns Richter Gedeon stand zum Handelsschluss ein Minus von 0,44 Prozent zu Buche.

In Moskau legte das Börsenbarometer RTSI nach dem kräftigen Plus von mehr als 3 Prozent am Dienstag um weitere 0,29 Prozent auf nun 1150,36 Zähler zu.