Aktien Osteuropa Schluss: Moderate Gewinne überwiegen

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas wichtigste Börsen haben am Donnerstag überwiegend mit Gewinnen geschlossen. Diese fielen allerdings nicht so deutlich aus wie an den europäischen Leitbörsen, die sichtbar vom angekündigten, vorsichtigen Ausstieg der Europäischen Zentralbank (EZB) aus ihrer ultralockeren Geldpolitik profitierten.

Der russische RTS-Interfax-Index trat zum Handelsende mit einem Plus von 0,01 Prozent bei 1118,19 Punkten auf der Stelle.

An der Warschauer Börse schloss der WIG-30-Index 0,39 Prozent höher bei 2828,50 Punkten. Der breiter gefasste Wig-Index stieg um 0,29 Prozent auf 63 342,71 Zähler.

In Warschau rückten neue Quartalsberichte in den Fokus. So konnte die mBank ihren Bruttogewinn im dritten Quartal um 5,6 Prozent zum Vorquartal steigern, berichtete die Nachrichtenagentur PNB. Dennoch verloren die Papiere 0,81 Prozent. Die Aktien des Branchenkollegen BZ WBK zogen dagegen um 2,56 Prozent an. Die Bank konnte ihren Nettoquartalsgewinn von 425,9 Millionen Zloty in der Vorjahresperiode auf 559,9 Millionen Zloty steigern.

Indessen erwirtschaftete der Ölkonzern Grupa Lotos im dritten Quartal einen Umsatz von 6,26 Milliarden Zloty und einen Nettogewinn von 618,75 Millionen Zloty. Das war jeweils mehr als Analysten erwartet hatten, schreibt die PNB. Für die Papiere ging es um satte 5,77 Prozent bergauf.

Netia-Aktien schlossen unverändert bei 4,00 Zloty. Das Telekom-Unternehmen generierte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 41,5 Millionen Zloty. Das sei rund ein Drittel mehr als im Vorjahr, hieß es bei der PNB.

In Prag sank der tschechische Leitindex PX um 0,70 Prozent auf 1056,70 Punkte. Das Handelsvolumen lag bei 0,42 (zuletzt: 0,56) Milliarden tschechischen Kronen.

Im PX mussten vor allem CETV Federn lassen: Die Aktien des Medienkonzerns büßten 1,83 Prozent ein. Bereits am Vortag waren die Titel nach der Vorlage von Zahlen um mehr als zwei Prozent abgesackt.

Auch die beiden Bankwerte Komercni Banka (minus 1,81 Prozent) und Erste Group (minus 0,72 Prozent) zeigten sich klar schwächer. Moneta Money Bank verloren 0,53 Prozent. Einziger Kursgewinner im PX waren Unipetrol mit plus 0,44 Prozent.

Die Budapester Börse beendete den Handel mit Kursgewinnen: Der ungarische Leitindex Bux stieg um 0,12 Prozent auf 39.889,60 Zähler. Das Handelsvolumen belief sich auf 10,95 (zuletzt: 17,09) Milliarden Forint.

Unter den Indexschwergewichten verteuerten sich Mol-Papiere um 0,37 Prozent. Die EU-Kommission habe einer geplanten Investitionshilfe seitens des ungarischen Staates für den Bau eines neuen Werks zur Herstellung von Propylenoxid zugestimmt, einer Kernkomponente für Polyether-Polyolen, berichtet die Nachrichtenagentur MTI-Econews. Mol dürfte somit eine Unterstützung in Höhe von 131 Millionen Euro von Ungarn erhalten.