Aktien Osteuropa Schluss: Klare Verluste von Prag bis Moskau

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch allesamt unter Druck gestanden. Im Einklang mit dem schwachen internationalen Marktumfeld standen in Warschau, Prag und Budapest deutliche Verluste auf der Kurstafel. Das größte Minus gab es allerdings in Moskau, wo der Leitindex RTSI um 1,79 Prozent auf 1116,53 Punkte abrutschte. Er blieb damit auch den vierten Tag in Folge auf Talfahrt.

In Warschau verlor der Wig-30 1,58 Prozent auf 2778,14 Punkte und der breiter gefasste Wig fiel um 1,44 Prozent auf 62 345,85 Zähler. Vor dem Hintergrund fallender Ölpreise mussten polnische Ölaktien Federn lassen: PKN Orlen und Grupa Lotos sackten um 4 beziehungsweise 3 Prozent ab. Auch im Minensektor belasteten rückläufige Rohstoffpreise. Am Tag des Quartalsberichts sackten die Aktien von KGHM im europaweit schwachen Branchenumfeld um fast 6 Prozent ab. Besser erging es dem Versicherer PZU, dessen Aktien nach überraschend guten Zahlen 0,80 Prozent zulegten.

Der ungarische Leitindex Bux verlor 1,34 Prozent auf 38 615,11 Zähler. Auch hier machte sich der negative Branchentrend bei Ölwerten negativ bemerkbar: Die schwergewichtigen Aktien von MOL rutschten um 2,66 Prozent ab und knüpften so an ihre Verluste vom Vortag an. MTelekom gehörten mit 0,63 Prozent ebenso zu den Verlierern wie OTP Bank mit Abgaben von 1,5 Prozent. Die Pharmapapiere von Gedeon Richter gehörten mit 0,32 Prozent Plus zu den wenigen Gewinnern.

In Prag schlug sich der Markt nur unwesentlich besser. Der Leitindex PX gab dort am Ende um 0,90 Prozent auf 1052,88 Punkte nach. CETV und Fortuna gehörten mit Aufschlägen von etwas mehr als einem halben Prozent zu den wenigen Kursgewinnern. Die Titel des Glücksspielanbieters Fortuna knüpften damit an ihren kräftigen Kurssprung vom Vortag an. Deutlich unter Druck standen dagegen die Aktien des Spirituosenherstellers Stock Spirits mit minus 4,5 Prozent und des Telekom-Konzerns O2 Czech Republic mit minus 1,5 Prozent.