Aktien Osteuropa Schluss: Klare Verluste in Moskau und Warschau - Prag im Plus

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Dienstag überwiegend nachgegeben. Besonders am rohstofflastigen russischen Aktienmarkt, der unter rückläufigen Ölpreisen litt, und in Warschau ging es bergab. Nur in Prag stand ein moderates Plus zu Buche.

In Moskau büßte der RTS-Interfax-Index 1,00 Prozent auf 1146,62 Punkte ein.

An der Warschauer Börse fiel der Wig-30 -Index um 1,09 Prozent auf 2885,24 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,89 Prozent auf 64 854,15 Zähler. Die Kursverluste zogen sich quer durch alle Branchen.

Im Wig-30 legten die Aktien der PKO Bank Polski mit plus 0,93 Prozent als einziger Wert zu. Für alle anderen Titel ging es teilweise sehr deutlich abwärts. So büßten etwa die Aktien der ING Bank Slaski 4 Prozent ein, die Papiere der mBank verloren 3,05 Prozent. Starke Kursverluste verzeichneten auch die Anteilscheine des Videospieleherstellers CD Projekt mit 2,92 Prozent. Bei den Energieversorgern fielen Tauron -Aktien um 2,56 Prozent und PGE-Papiere um 1,59 Prozent.

Bei den Nebenwerten verloren Budimex-Aktien vergleichsweise geringe 0,21 Prozent ein. Der Konzernchef des Baukonzerns, Dariusz Blocher, hatte angekündigt, dass das Unternehmen im kommenden Jahr seine Umsätze wohl weiter steigern, gleichzeitig aber eine geringere Profitabilität verzeichnen werde.

In Prag schaffte der Leitindex PX ein Plus von 0,31 Prozent auf 1055,99 Punkte. Das Handelsvolumen lag bei 0,57 (zuletzt: 0,67) Milliarden tschechischen Kronen. In Tschechien wurde eine Aufhellung der Stimmung in der Baubranche gemeldet. Zahlen der Statistikbehörde zufolge bezeichneten gut 38 Prozent der Unternehmen im September die aktuelle wirtschaftliche Lage als gut, während nur knapp fünf Prozent die Situation als schlecht beurteilten.

Bei den Einzelwerten gehörten die Aktien des Glücksspielkonzerns Fortuna (plus 1,79 Prozent) und die Titel des Stromkonzerns CEZ (plus 0,93 Prozent) zu den größten Gewinnern im PX. Bei den Bankaktien zogen die Papiere der Erste Group um 1,63 Prozent an, während die Branchenkollegen Moneta Money Bank (minus 0,39 Prozent) und Komercni Banka (minus 0,72 Prozent) Kursabschläge verzeichneten.

Auf der Verliererseite standen außerdem die Aktien des Petrochemiekonzerns Unipetrol (minus 1,41 Prozent). Ebenfalls klar im roten Bereich endete der Handelstag für die Anteilscheine des Spirituosenherstellers Stock Spirits (minus 0,82 Prozent) und die Titel des Hygienetextilkonzerns Pegas Nonwovens (minus 0,94 Prozent).

An der Budapester Börse sank der Bux um 0,54 Prozent auf 38 909,78 Zähler. Das Handelsvolumen belief sich auf 10,5 (zuletzt: 10,1) Milliarden Forint. Nach sieben Handelstagen in Folge mit Kursgewinnen verzeichnete der ungarische Leitindex somit wieder ein Minus.

Belastet wurde der Bux vor allem von den deutlichen Verlusten der Ölaktie Mol (minus 1,82 Prozent). Die ebenfalls stark gewichteten Magyar-Telekom-Aktien gaben um 0,62 Prozent nach und die Titel der OTP Bank verloren 0,42 Prozent. Gegen den Trend zulegen konnten die Anteilscheine des Pharmaunternehmens Gedeon Richter (plus 1,01 Prozent).