Aktien Osteuropa Schluss: Handelskonflikte ziehen Kursverluste nach sich

MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Kursverluste haben am Dienstag die großen osteuropäischen Börsen erlitten. Besonders ausgeprägt fielen diese in Moskau und Warschau aus. Neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump, diesmal für französische Produkte, lasteten international auf der Stimmung. Außerdem hat es US-Präsident Donald Trump nach eigenem Bekunden nicht eilig, ein Handelsabkommen mit China unter Dach und Fach zu bringen. Genau darauf aber hatten Anleger zuletzt gesetzt.

In Moskau büßte der Leitindex RTSI <RU000A0JPEB3> daraufhin 1,31 Prozent auf 1414,06 Zähler ein. In Warschau fiel der Wig-30 <PL9999999375> noch etwas stärker um 1,4 Prozent auf 2387,07 Punkte, nachdem er bereits am Vortag um 1,5 Prozent abgetaucht war. Der breiter gefasste Wig gab am Dienstag um 1,2 Prozent auf 56 191,17 Punkte nach.

Aus Branchensicht präsentierten sich am polnischen Aktienmarkt vor allem Finanzwerte unter Verkaufsdruck. Die Aktien der Alior Bank verbilligten sich um 3,3 Prozent. Bank Pekao fielen um drei Prozent und die Aktien des Versicherungskonzern PZU verbuchten ein Minus von 2,4 Prozent.

In Prag verlor der Leitindex PX <XC0009698371> 0,62 Prozent auf 1075,01 Punkte. Unter den Schwergewichten verbilligte sich die Aktie der Erste Group <AT0000652011> um 1,3 Prozent. Papiere der Moneta Money Bank verteuerten sich dagegen um 1,5 Prozent. Anteilsscheine der Komercni Banka <CZ0008019106> gaben leicht nach. Im Energiebereich schwächten sich die CEZ <CZ0005112300> um 1,3 Prozent ab.

In Budapest gab der Leitindex Bux <XC0009655090> um 0,74 Prozent auf 43 048,25 Punkte nach. Unter den Schwergewichten zeigten Mol mit einem Abschlag von 1,9 Prozent die auffälligste Kursbewegung. Die Pharmaaktie Gedeon Richter fiel um 0,8 Prozent und MTelekom <HU0000073507> um 0,7 Prozent. Die Aktionäre der OTP Bank <HU0000061726> konnten sich hingegen über ein kleines Kursplus in Höhe von 0,2 Prozent freuen.