Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne in Prag und Warschau - Budapest aber schwächer

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas wichtigste Börsen haben am Freitag überwiegend mit Gewinnen geschlossen. In Prag und Warschau folgten die Börsen dem europaweit freundlichen Marktumfeld, während es in Budapest um ein halbes Prozent nach unten ging. In Moskau schloss der RTS-Interfax-Index kaum verändert bei 1118,62 Punkten.

In Warschau standen die größten Gewinne auf der Kurstafel. Der Wig-30 kletterte um 1,13 Prozent auf 2860,35 Punkte, während es für den breiter gefassten Wig in ähnlichem Maße auf 64 054,62 Zähler nach oben ging. Finanzwerte gehörten zu den Gewinnern: Die Aktien des Versicherungskonzerns PZU etwa zogen um 3,7 Prozent an. Jene der PKO Bank kletterten um 1,9 Prozent und Alior Bank verteuerten sich um 1,1 Prozent. Gegen den Branchentrend kamen die Titel der Bank Zachodni aber mit 1,9 Prozent unter Druck.

Der Prager Leitindex PX legte um 0,53 Prozent auf 1062,28 Punkte zu. Die Papiere der Komercni Banka gehörten mit 0,6 Prozent ebenso zu den Gewinnern wie die Titel der Moneta Money Bank mit plus 0,4 Prozent. Im Energiebereich legten CEZ um 1,1 Prozent zu. Entgegen der freundlichen Tendenz mussten Anleger der schwer gewichteten Erste Group aber ein Minus von 0,5 Prozent verkraften. Im Blickfeld stand auch die Politik: nach seinem Wahlsieg kündigte der populistische Milliardär Andrej Babis an, allein in einer Minderheitsregierung regieren zu wollen.

In Budapest ging der Handel hingegen schwächer zu Ende. Der Leitindex Bux fiel um 0,56 Prozent auf 39 667,13 Zähler. Belastet wurde er unter anderem von der schwergewichtigen Aktien des Pharmakonzerns Gedeon Richter, die um 1,8 Prozent absackten. Nicht viel besser erging es einem zweiten Schwergewicht, den Anteilen des Ölkonzerns MOL mit einem Minus von 1,3 Prozent. Bei der OTP Bank hingegen stand ein moderates Plus von 0,3 Prozent zu Buche.