Aktien Osteuropa Schluss: Erholt vom schwachen Wochenstart

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PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU/MOSKAU (dpa-AFX) - Deutlich erholt haben sich Osteuropas wichtigste Aktienmärkte am Dienstag. Europaweit beflügelten die Aussichten auf einen bald verfügbaren Corona-Impfstoff und weitere in den USA beschlossene Konjunkturhilfen, nachdem am Vortag noch Sorgen vor einer in Großbritannien neu aufgetretenen Coronavirus-Variante dominiert hatten.

So schloss der tschechische Leitindex PX <XC0009698371> am zweiten Handelstag der Woche 2,44 Prozent höher bei 1001,90 Punkten. Das Aktienbarometer stützten insbesondere Bankentitel, die zu Wochenbeginn noch deutliche Verluste verzeichnet hatten. So gewannen Moneta Money Bank 4,79 Prozent hinzu. Erste und Komercni verteuerten sich um 3,41 bzw. 2,25 Prozent. Ebenfalls gefragt waren die Anteile am Softwarekonzern Avast, die sich um 3,55 Prozent verteuerten.

Aufwärts ging es zudem an der Budapester Börse bei einem allerdings dünnen Volumen. Der ungarische Leitindex Bux <XC0009655090> stieg um 1,40 Prozent auf 41 049,52 Punkte. Hier stützten Aufschläge von knapp zwei Prozent bei den schwer gewichteten Titeln des Ölkonzerns MOL <HU0000068952>. Deutlich stiegen auch die Titel der OTP Bank <HU0000061726> mit plus 1,16 Prozent und jene des Pharmakonzerns Gedeon Richter mit plus 1,17 Prozent.

An der Warschauer Börse gewann der polnische Leitindex Wig-20 2,10 Prozent auf 1928,40 Punkte. Der breiter gefasste Wig legte um 1,79 Prozent auf 55 108,83 Punkte zu. In Polen blieben die Wertpapiere des Videospiele-Verlags und -Herstellers CD Projekt im Fokus. Nach einem erneut schwachen Wochenstart erholten sich die Aktien am Dienstag mit plus 4,57 Prozent.

Am Montag war bekannt geworden, dass ein polnischer Investor nach der verpatzten Einführung des Blockbuster-Titels Cyberpunk 2077 eine Klage gegen den Konzern prüfe. Unter anderem wird CD Projekt vorgeworfen, falsche Angaben zu Cyberpunk gemacht zu haben, um sich damit einen finanziellen Vorteil zu verschaffen. Damit rissen die negativen Schlagzeilen um das Cyberpunk-Debakel zunächst auch in der Weihnachtswoche nicht ab, in welcher der Konzern üblicherweise hohe Umsätze, nicht zuletzt aufgrund von Sonderverkäufen in seinem Online-Store gog.com, generiert.

Für die Aktien der beiden Einzelhändler CCC und LPP ging es um 6,07 beziehungsweise 3,18 Prozent hoch. Die Papiere des Amazon <US0231351067>-Rivalen Allegro verteuerten sich um 2,46 Prozent.

Aufschläge wurden auch an der Moskauer Börse verbucht. Der russische RTS-Index rückte um 1,16 Prozent auf 1351,43 Punkte vor, nachdem er am Vortag ebenfalls kräftige Verluste verbucht hatte von annähernd fünf Prozent.