Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend schwächer - Vor allem in Budapest

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Dienstag größtenteils Verluste verbucht. Besonders kräftig bergab ging es an Ungarns Börse. An Europas Leitbörsen bewegten sich indes die Kurse nur wenig. Der schwelende Atomkonflikt zwischen Nordkorea und den USA beschäftigt die Anleger nach wie vor.

In Budapest mussten die Anleger hohe Verluste hinnehmen. Der ungarische Leitindex Bux sackte um 2,07 Prozent auf 37 319,24 Zähler ab. Auf den Bux drückten vor allem die starken Abschläge von 4,57 Prozent bei den Titeln der OTP Bank. Händler verwiesen zur Begründung unter anderem auf Anschlussverkäufe, nachdem die Aktien die Marke von 10 000 Forint unterschritten hatten. Anteile von MTelekom verloren 0,63 Prozent. Die Pharma-Papiere von Richter Gedeon rutschten um 1,05 Prozent ab.

In Warschau schloss der Wig-30 0,48 Prozent schwächer auf 2828,80 Punkte. Der breiter gefasste Wig verlor 0,31 Prozent auf 63 700,76 Stellen. Unter die Räder kamen in Polen vor allem Einzelhandels-Aktien. So rutschten die Titel des Bekleidungsunternehmens LPP und die des Schuhhändlers CCC um 3,49 beziehungsweise 2,87 Prozent ab. Deutliche Abschläge verbuchten auch einige Bankwerte. Beispielsweise verloren mBank 0,71 Prozent und Bank Zachodni WBK 2,81 Prozent. Bereits zum Wochenstart war es für beide Werte deutlich nach unten gegangen.

Ölwerte legten hingegen in Warschau zu, nachdem der Ölpreis der Sorte Brent zeitweise den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht hatte. Zuletzt gab es jedoch wieder eine Gegenbewegung. Grupa Lotos gewannen 2,61 Prozent und PKN Orlen 1,62 Prozent. Auch die Papiere des Versorgers Energa schlossen mit plus 3,11 Prozent deutlich höher.

In Prag rückte der tschechische Leitindex PX um 0,10 Prozent auf 1042,50 Punkte vor. Die Aktien von Philip Morris CR setzten sich mit plus 1,88 Prozent an die Spitze. Der Zigarettenhersteller hatte seinen Nettogewinn im ersten Halbjahr zum Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert. Unterstützung für den tschechischen Index kam zudem von den Schwergewichten CEZ mit einem Kursgewinn von 0,88 Prozent und Erste Group mit plus 0,57 Prozent. Dagegen verloren Moneta Money Bank und Komercni Banka 0,70 beziehungsweise 0,49 Prozent.

In Russland ging es für den Moskauer RTS-Interfax-Index um 0,29 Prozent auf 1127,26 Punkte nach unten.