Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend im Plus - Prager Börse sehr schwach

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die osteuropäischen Börsen haben am Montag überwiegend zugelegt. Deutlich abwärts ging es indes am tschechischen Aktienmarkt. Dort belasteten nicht zuletzt Signale, dass die Regierung besonders profitable Unternehmen mit zusätzlichen Steuern belegen könnte.

Der PX <XC0009698371> rutschte in Prag um 2,16 Prozent auf 1206,89 Einheiten ab. Auf den Leitindex drückten vor allem die starken Abschläge der Schwergewichte CEZ <CZ0005112300> und die der Erste Group <AT0000652011>. Die Titel des Energiekonzerns CEZ büßten 7 Prozent ein. Investoren stießen die Aktie angesichts zunehmender Signale ab, dass die Regierung eine Zusatzsteuer für die profitabelsten Unternehmen des Landes einführen könnte. Nach der Vorlage des Quartalsberichts gaben zudem die Papiere der auch in Prag gelisteten österreichischen Bank Erste Group um 2,9 Prozent nach.

In Budapest gewann der Bux <XC0009655090> 1,1 Prozent auf 42 265,24 Punkte. Umsatzstärkster Wert war zum Monatsbeginn die Aktie der OTP Bank <HU0000061726>. Sie legte zudem um 3,2 Prozent zu.

An der polnischen Börse rückte der Wig-20 <PL9999999375> um 0,89 Prozent auf 1736,47 Zähler vor. Für den marktbreiten WIG ging es um 0,62 Prozent auf 55 345,68 Einheiten hoch, nachdem er am Freitag bereits um mehr als drei Prozent zugelegt hatte.

Im Blick standen in Warschau vor allem die Bankenwerte. Wegen stark gestiegener Zinsen dürfen Besitzer von kreditfinanzierten Häusern und Wohnungen in Polen seit Freitag die Ratenzahlung mehrmals aussetzen. Ab dem Wochenausklang durften die ersten Anträge auf sogenannte Kreditferien bei den Banken gestellt werden, was einen regelrechten Ansturm nach sich zog. Bei einigen Banken brachen die Server zusammen, andere Geldinstitute verkündeten längere Öffnungszeiten am Schalter. Dem Gesetz nach dürfen Kreditnehmer die Stundung von bis zu acht Raten beantragen.

Die Papiere der Banken legten ungeachtet dessen zu: PKO Bank gewannen 2,8 Prozent. Pekao Bank stiegen um 1,1 Prozent und mBank legten um 0,9 Prozent zu.

In Moskau ging es für den RTS-Index <RU000A0JPEB3> nach zwei schwächeren Handelstagen nun wieder um 0,85 Prozent auf 1138,79 Punkte hoch.

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