Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend freundlich - Budapest-Börse unter Druck

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas wichtigste Aktienmärkte sind am Montag überwiegend freundlich in die neue Woche gestartet. Den deutlichsten Gewinnen in Warschau standen einzig in Budapest klare Verluste gegenüber. In Moskau stieg der russische RTS-Interfax-Index um 0,85 Prozent auf 1009,42 Punkte.

Die positive Stimmung an den internationalen Leitbörsen stützte vor allem die Börse in Warschau, wo der Wig-30 um 0,90 Prozent auf 2687,68 Punkte zulegte. Der breiter gefasste Wig gewann 0,61 Prozent auf 61 392,77 Punkte hinzu. Finanzwerte standen in der Gunst der Anleger ganz oben: Die Papiere von Bank Zachodni, PKO und MBank legten zwischen 2,8 und 3 Prozent zu. Im Telekombereich sorgte der größte Börsengang seit 2011 für Gesprächsstoff: Die Besitzer des zweitgrößten polnischen Mobilfunkbetreibers Play Communications wollen dabei umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro erlösen.

In Prag ging der Leitindex PX gut behauptet aus dem Handel. Am Ende hielt er sich knapp mit 0,09 Prozent und 981,27 Punkten über Wasser. Gute Daten vom heimischen Arbeitsmarkt konnten die Anleger dabei aber nicht für die tschechischen Aktienwerte begeistern. Bei den Einzelwerten zeigten sich die Schwergewichte nur wenig bewegt: Während Moneta Money Bank mit einem Kursabschlag von 0,59 Prozent schlossen, bewegten sich weitere Finanztitel wie jene der Komercni Banka oder der Erste Group nur wenig vom Fleck. Im Energiebereich schlossen CEZ mit minus 0,13 Prozent.

Unter Druck standen einzig ungarische Aktien: Der Leitindex Bux rutschte um 1,21 Prozent auf 34 780,88 Punkte ab. Belastend wirkten sich dabei unter anderem Abgaben von mehr als 2 Prozent beim stark gewichteten Ölkonzern MOL aus. Selbst der an den Weltmärkten gestiegene Ölpreis war hier keine Hilfe. Die Papiere der OTP Bank und von MTelekom verbilligten sich jeweils um etwas mehr als ein halbes Prozent. Die Pharmaaktie Gedeon Richter kam um 1,50 Prozent zurück.