Aktien New York: Verluste zum Ende des wohl schwächsten Jahres seit 2008

NEW YORK (dpa-AFX) -In New York hat der Aktienmarkt am letzten Handelstag eines enttäuschenden Börsenjahres schwach eröffnet. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 verlor am nach der ersten halben Stunde 0,76 Prozent auf 32 968,94 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 sank um 0,89 Prozent auf 3815,00 Punkte. Noch schwächer präsentierte sich am Freitag der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 mit minus 1,26 Prozent auf 10 812,64 Zähler. Alle drei Indizes steuern damit im Monat Dezember auf deutliche Verluste zu. Ihre Jahresbilanz ist ebenfalls tiefrot.

So beläuft sich für den Dow das aktuelle Minus für 2022 auf gut neun Prozent. Beim S&P 500 steht ein Verlust von rund 20 Prozent zu Buche. Weitaus schlimmer aber erwischte es den Nasdaq 100 mit einem Minus von bislang mehr als einem Drittel. Damit ist 2022 das schwächste Börsenjahr seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Marktbeobachter sprechen daher von einem "Börsenjahr zum Vergessen", welches die Anleger nun "einfach abhaken" sollten, machen aber Mut insbesondere mit Blick auf die zweite Hälfte 2023.

Vom russischen Angriff auf die Ukraine und dem darauf folgenden Anziehen der Energiepreise sind die Vereinigten Staaten weniger betroffen als Europa, wo die Aktienkurse ebenfalls in die Knie gingen. Doch auch in den USA nahm die Inflation in diesem Jahr kräftig Fahrt auf und zwang die Notenbank Fed, mit deutlichen Zinserhöhungen gegenzusteuern. Diese zogen vor allem die Nasdaq-Börse in Mitleidenschaft, da die dort zahlreich notierten Technologieunternehmen zur Finanzierung ihres Wachstums stärker als Firmen aus traditionellen Branchen auf Kredite angewiesen sind und ihre Investitionen daher teurer werden.

Der an diesem Freitag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der Region Chicago fiel besser als aus von Experten erwartet. Marktteilnehmer, die auf ein Abflauen der US-Wirtschaft setzen und damit auf einen nachlassenden Zinsdruck zum Wohle des Aktienmarktes, dürften die Stimmungsdaten daher enttäuscht haben.