Aktien New York: US-Börsen bleiben weiter dicht unter ihren Rekordständen

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Montag weiter dicht unter ihren jüngsten Rekordhochs gehalten. Allerdings gab der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial <US2605661048> im Handelsverlauf seine moderaten Auftaktgewinne komplett ab. Dank robuster Wirtschaftsdaten hatten sich die wichtigsten vier Indizes bereits am Freitag von ihrem kleinen Rückschlag durch angebliche Steuererhöhungspläne von US-Präsident Joe Biden wieder erholt und der S&P 500 hatte sogar ein Rekordhoch erreicht.

Die frisch veröffentlichten Aufträge aus dem Monat Februar für langlebige Güter fielen nun indes zwar weniger stark als erwartet aus, dennoch wurde ein Anstieg im Vergleich zum Vormonat verzeichnet. Zudem blicken die Anleger zunehmend auf die Überwindung der Corona-Krise durch Impfungen.

Der Dow gab nach einem freundlichen Börsenstart rund zwei Stunden vor Handelsschluss um 0,08 Prozent auf 34 016,24 Punkte nach. Ihm fehlen also gerade einmal rund 240 Punkte bis zu seinem Mitte April erreichten Rekordhoch. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es zum Wochenstart um 0,24 Prozent auf 4190,04 Zähler nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> baute seine Auftaktgewinne aus und stieg zuletzt um 0,50 Prozent auf 14 011,70 Zähler.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise will Biden Kapitalerträge für wohlhabende Amerikaner künftig stärker besteuern. Allerdings rechnen Volkswirte nicht mit längerfristigen negativen Auswirkungen für Aktien durch eine solche Steuer. "Die Zinsperspektiven bieten den Aktienmärkten ebenso wie viele positive Überraschungen bei den Unternehmensgewinnen nachhaltige Unterstützung", heißt es etwa von der DekaBank.

Ob die Schwergewichte im US-Technologiesektor positiv überraschen, werden die Quartalsberichte von Alphabet <US02079K3059> und Microsoft <US5949181045> <US5949181045> <US5949181045> am Dienstag sowie von Apple <US0378331005> am Mittwoch und Amazon <US0231351067> am Donnerstag zeigen.

An diesem Abend nach Börsenschuss öffnet zunächst der Elektroautobauer Tesla <US88160R1014> seine Bücher. Für das Tesla-Papier ging es zuletzt um 0,9 Prozent nach oben.

Intel <US4581401001> gaben um 0,5 Prozent nach und weiteten damit ihre Verluste vom Freitag aus. Der Chipkonzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss nur durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresziele außerdem nicht so stark angehoben, wie erwartet worden war.

Besonders auffällig waren die positiven Vorzeichen aber vor allem im Luftfahrt- und Freizeitsektor. So legten United <US9100471096>, Delta <US2473617023>, Southwest <US8447411088> und American Airlines <US02376R1023> um bis zu 3,5 Prozent zu. Die Aktien der Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean <LR0008862868> gewannen 1,2 Prozent. Auslöser war ein Interview der "New York Times" (Sonntag) mit Ursula von der Leyen. Die EU-Kommissionspräsidentin sagte, dass vollständig gegen Corona geimpfte Amerikaner vermutlich schon in diesem Sommer wieder die Länder Europas besuchen könnten.

Im Dow legten die Papiere von American Express <US0258161092> an der Indexspitze um 4,4 Prozent auf 150,75 US-Dollar zu. Das Analysehaus Oppenheimer & Co. hatte zuvor das Kursziel der Aktie von 128 auf 165 US-Dollar angehoben und seine "Outperform"-Erwartung bekräftigt.

Besonders stark gefragt waren außerdem an der Nasdaq mit einem Plus von etwas mehr als 22 Prozent die Papiere von Ocugen <US67577C1053>. Sie waren bereits am Freitag mit wilden Kurskapriolen aufgefallen. Gemeinsam mit einem indischen Partner arbeitet das US-Unternehmen an einem Covid-19-Impfstoff. Signale für einen unmittelbar bevorstehenden Antrag auf eine Notfallzulassung bei der US-Gesundheitsbehörde hatten die Papiere vor dem Wochenende zeitweise um 47 Prozent nach oben getrieben. Eine dann erfolgte Meldung über einen Anteilsverkauf an institutionelle Anleger zu einem tieferen Kurs hatte ihnen jedoch den Wind fast wieder komplett aus den Segeln genommen.