Aktien New York: Stagnation - Pfizer und Biontech im Fokus

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street dürften am Ende einer turbulenten Woche erst einmal die Füße stillhalten. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> rund eine Stunde vor dem Handelsstart am Freitag 0,1 Prozent tiefer auf 29 454 Punkte. Die runde und noch nie erreichte Zahl von 30 000 Punkten bleibt damit weiter im Blick.

Am Montag hatte die Hoffnung auf einen weiteren aussichtsreichen Corona-Impfstoff den Dow auf ein Rekordhoch getrieben. Denn mit dem US-Pharmakonzern Moderna <US60770K1079> hatte ein weiterer Hersteller Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgestellt, dessen Wirksamkeit bei 94,5 Prozent liegen soll.

Am Mittwoch aber war die Wall Street wieder auf Talfahrt gegangen. Denn aller Euphorie über vielversprechende Daten zu Impfstoffen gegen das Corona-Virus zum Trotz stiegen die Neuinfektionen erst einmal weiter und bestimmten das Geschehen. Erneut etwa schlossen die Schulen in New York, nachdem in der Metropole die Zahl positiver Corona-Tests die Dreiprozentschwelle überstiegen hatte.

An diesem Freitag nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf Biontech <US09075V1026> und Pfizer <US7170811035>. Das Mainzer Unternehmen und der US-Pharmariese kündigten an, noch an diesem Freitag eine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA für ihren Corona-Impfstoff zu beantragen. Die Lieferung des Impfstoffs namens BNT162b2 könnte Ende dieses Jahres beginnen, sollte es eine Genehmigung geben, hatte Biontech bereits mitgeteilt. Biontech und Pfizer sind die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht haben und eine Notfallzulassung bei der FDA beantragen wollen.

Im vorbörslichen US-Handel zogen die hauptsächlich in New York gehandelten Biontech-Aktien um 7,5 Prozent an, während die Pfizer-Papiere dort 1,7 Prozent gewannen.

Die Analysten des Investmenthaus Bryan Garnier hielten derweil an ihrer Kaufempfehlung für die Biontech-Aktien fest. Analystin Olga Smolentseva äußerte sich in ihrer Studie optimistisch zu den Preiserwartungen.