Aktien New York: Nasdaq 100 kurz auf Rekordhoch - Zuletzt kaum Bewegung am Markt

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der drohende Regierungs-Stillstand in den USA drückt an der Wall Street weiter etwas auf die Stimmung. Zwar hatte der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 zu Handelsbeginn am Freitag den Sprung auf ein Rekordhoch geschafft, drehte dann jedoch kurz ins Minus und stand zuletzt nur etwas höher bei 6820,01 Punkten.

Auch die Standardwerte-Indizes bewegten sich kaum: Der Dow Jones Industrial fiel um 0,22 Prozent auf 25 961,12 Punkte, nachdem er am Donnerstag noch eine Bestmarke erreicht hatte. Der S&P 500 hingegen legte zuletzt um 0,13 Prozent auf 2801,59 Punkte zu.

Republikaner und Demokraten konnten sich bis zum Freitagmorgen (Ortszeit) nicht auf einen Kompromiss verständigen, um eine drohende Schließung von Teilen der Regierung und Verwaltung wegen fehlender Etatmittel kurzfristig abzuwenden. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld daran.

Auf Unternehmensseite nahmen Anleger die Quartalsberichte einiger großer Unternehmen unter die Lupe. Eine milliardenschwere Abschreibung wegen der US-Steuerreform hatte dem Kreditkarten-Riesen American Express den ersten Quartalsverlust seit über einem Vierteljahrhundert eingebrockt. Die Aktien sackten um mehr als 3 Prozent ab.

Auch bei IBM hatte eine hohe Sonderbelastung wegen der Steuerreform belastet und das IT-Urgestein im vierten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Die Erlöse waren hingegen gestiegen. Damit konnte IBM den ersten Umsatzanstieg seit 23 Quartalen verbuchen. Der Konzern bemüht sich schon lange, die Schwäche im Computer-Kerngeschäft mit moderneren IT-Dienstleistungen wie Cloud-Services, Daten-Analyse, künstlicher Intelligenz und Sicherheits-Software zu kompensieren. Analysten äußerten sich dennoch kritisch zu dem Zahlenwerk und bemängelten unter anderem die Profitabilität. Die Papiere verloren am Dow-Ende gut 4 Prozent.

An der Index-Spitze hingegen zogen die Anteilscheine von Nike um mehr als 4 Prozent an. Die Analysten von Wedbush Securities hatten sich optimistisch gezeigt, dass die neuen Schuhmodelle des Sportartikelherstellers gut angenommen werden.

Die Rückkehr der Sicherheitsfirma ADT an die Börse verlief derweil enttäuschend. Der erste Kurs hatte bei 12,65 US-Dollar gelegen. Zuvor waren 105 Millionen Aktien zu dem deutlich höheren Preis von 14,00 Dollar je Papier verkauft worden. Damit nahm der Finanzinvestor Apollo als Eigentümer von ADT unerwartet wenig Geld ein, da die Platzierungsspanne ursprünglich bei 17 bis 19 Dollar je Aktie gelegen hatte. Zuletzt notierten die Anteilsscheine bei rund 12,5 Dollar.