Aktien New York: Moderat im Plus - Dow-Rekordhoch im Mai bleibt im Visier

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Mittwoch einen Teil ihrer moderaten Vortagesverluste wettgemacht. Zeitweise übersprang der Dow Jones Industrial <US2605661048> erneut die Hürde von 35 000 Punkten. Unterstützung kam einerseits durch Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell zur Geldpolitik und andererseits durch die anlaufende Berichtssaison.

Im Handelsverlauf allerdings bröckelten die Gewinne leicht ab. Rund zwei Stunden vor dem Börsenschluss stand für den bekanntesten Wall-Street-Index Dow noch ein Plus von 0,15 Prozent auf 34 941,19 Punkte zu Buche. Bis zu seinem im Mai erreichten Rekordhoch ist es trotzdem nur noch ein Katzensprung. Es fehlen nur rund 150 Punkte. Der S&P 500 <US78378X1072> legte zuletzt um 0,22 Prozent auf 4378,81 Zähler zu, nachdem der marktbreite Index bereits tags zuvor eine neue Bestmarke erzielt hatte. Der Nasdaq 100 <US6311011026>, der am Dienstag erstmals die 15 000-Punkte-Hürde genommen hatte, rückte nun um 0,38 Prozent auf 14 931,60 Punkte vor.

In vorbereiteten Bemerkungen für den Finanzausschuss des US-Parlaments bekräftigte Fed-Chef Powell, dass es noch eine Weile dauern werde, bis die Wirtschaft so weit sei, dass über eine Reduzierung der geldpolitischen Unterstützung nachgedacht werden könne. Allerdings sei zu erwarten, dass sich die zuletzt positive Entwicklung fortsetze. Der Diskussionsprozess über die künftige Geldpolitik werde fortgeführt. Powell wird am Abend für seine halbjährliche Anhörung vor den Ausschuss treten.

Nach JPMorgan <US46625H1005> und Goldman Sachs <US38141G1040> am Vortag präsentierten nun weitere US-Banken ihre Geschäftsberichte. Die Papiere der Citigroup <US1729674242> gaben im S&P 100 <US78380F1021> nach frühen Gewinnen 0,9 Prozent ab. Die Großbank überraschte zwar mit ihren Erträgen im Investmentbanking positiv, doch das Tagesgeschäft lief nicht besonders rund.

Bei der Bank of America <US0605051046> sorgten im zweiten Quartal zwar nachlassende Sorgen über mögliche Kreditausfälle für ein überraschend hohes Gewinnplus, doch wie tags zuvor bei JPMorgan reichte dies den Anlegern nicht aus. Zudem enttäuschte der Handelsertrag vor Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko. Die Aktien sackten daher um 2,8 Prozent ab.

Dagegen ging es für die Anteile der Bank Wells Fargo <US9497461015> nach Zahlen um 4,0 Prozent hoch. Angesichts der Wachstumseinschränkungen durch die Strafauflagen der Fed, die weiter auf den Resultaten lasteten, habe Wells Fargo ordentlich abgeschnitten, lobte etwa Gerard Cassidy, Analyst bei der RBC.

Dass es für die Aktien der Investmentbank Jefferies <US4723191023> um 6,6 Prozent nach oben ging, ist einer Kooperationsvereinbarung geschuldet. Die japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial Group und Jefferies gingen eine strategische Partnerschaft ein. Im Zuge dessen wollen sich die Japaner auch an Jefferies beteiligen.

Apple <US0378331005> stiegen auf ein Rekordhoch von knapp unter 150 US-Dollar und legten zuletzt um 2,3 Prozent zu. Laut Insidern will der iPhone-Hersteller seine Produktion im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhen. Das Unternehmen habe seine Zulieferer gebeten, bis zu 90 Millionen iPhones der nächsten Generation in diesem Jahr zu bauen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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