Aktien New York: Kurse trotzen der nächsten kräftigen Zinserhöhung

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine weitere kräftige Zinserhöhung in den USA hat die US-Börsen am Mittwoch nicht aus dem Tritt gebracht. Der Dow Jones Industrial <US2605661048> lag zuletzt mit 0,36 Prozent im Plus bei 31 875,61 Punkten. Etwa auf diesem Niveau hatte sich der Leitindex auch vor der Ankündigung der Notenbank Fed gehalten, dass die Leitzinsen um weitere 0,75 Prozentpunkte angehoben werden.

Er liegt damit jetzt in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent, wie die Fed am Mittwoch in Washington bekannt gab. Analysten hatten diesen Schritt überwiegend erwartet. Bereits im Juni hatte die Notenbank das Zinsniveau um 0,75 Prozentpunkte erhöht. In diesem Jahr hat die Fed den Leitzins bereits vier Mal angehoben.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> legte um 1,33 Prozent auf 3973,53 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> stieg mit 2,64 Prozent auf 12 406,49 Punkte deutlich stärker, der Index hatte aber am Vortag auch deutlich mehr an Boden verloren. Zudem profitierte er von den Kursgewinnen großer Tech-Konzerne.

Bei den Einzelwerten gaben unverändert die Quartalsberichte und Jahresprognosen der Unternehmen den Ton an. Mit Microsoft <US5949181045>, dem Chip-Konzern Texas Instruments <US8825081040> und der Google <US02079K1079>-Holding Alphabet <US02079K3059> überzeugten gleich drei Tech-Schwergewichte die Anleger. Für die Aktienkurse ging es um 4,5 bis 6,5 Prozent nach oben. In den vergangenen Woche hatte es vermehrt Sorgen gegeben, dass die konjunkturelle Abschwächung auch die Großen der Technologiewelt schwer treffen könnte.

Noch deutlich größer war das Kursplus des Audio-Streaming-Anbieters Spotify <LU1778762911> mit plus 11,4 Prozent. Analysten nannten die Zahl der aktiven Nutzer, der Neukunden und auch die Umsätze solide und besser als befürchtet.

Aktien von T-Mobile US <US8725901040> gewannen gut vier Prozent. Hier lobten Analysten die Prognose für die Zahl der Neukunden im laufenden Jahr von 6 bis 6,3 Millionen neuen Nutzern. Damit stelle das Unternehmen die Kontrahenten Verizon <US92343V1044> und AT&T <US00206R1023> in den Schatten.

Bei Boeing <US0970231058> kam am Markt zunächst gut an, dass der Flugzeugbauer im zweiten Quartal wieder Barmittel erwirtschaftet hatte. Die Papiere stiegen zunächst kräftig, rutschten dann aber ins Minus, das zuletzt gut ein Prozent betrug.

Die Aktien von Kraft Heinz <US50076Q1067> büßten mehr als sieben Prozent ein. Beim Hersteller von Ketchup, Mayonnaise und Saucen dämpften höhere Preise im zweiten Quartal die Nachfrage.

Die in den USA gehandelten Papiere des israelischen Pharmakonzerns Teva <US8816242098> schnellten um mehr als 20 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat sich im Zusammenhang mit der Opioid-Krise in den USA zur Zahlung von mehr als vier Milliarden US-Dollar bereiterklärt, um Klagen beizulegen. Die Opioid-Krise führte zu einer landesweiten Klagewelle gegen Pharmaunternehmen, denen vorgeworfen wird, süchtig machende Schmerzmittel aggressiv beworben und deren Suchtpotenzial verschleiert zu haben.

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