Aktien New York: Dow testet 31 000 Punkte - Nasdaq Composite auf Rekordhoch

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an den US-Börsen sind am Donnerstag wieder mutiger geworden und haben verstärkt zu Aktien gegriffen. Die Ende Januar erreichten Rekordhochs rückten in kleinen Schritten, aber beständig näher. Im späteren Handelsverlauf erreichte der marktbreite Nasdaq Composite <XC0009694271> schließlich als erster der vier großen US-Indizes eine Bestmarke

Überwiegend erfreulich ausgefallene Quartalsbilanzen - vor allem aus dem Technologiesektor - stützten. Zudem war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Januarwoche weiter gesunken, während Analysten einen Anstieg erwartet hatten.

Der Dow Jones Industrial <US2605661048> testet immerhin wieder die 31 000 Punkte-Marke. Rund zwei Stunden vor dem Handelsschluss legte der wichtigste Wall-Street-Index um 0,83 Prozent auf 30 978,71 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es um 0,84 Prozent auf 3862,27 Punkte hoch. Der technologielastige Nasdaq-Auswahlindex 100 <US6311011026> gewann 0,81 Prozent auf 13 511,711 Punkte und der Nasdaq Composite stieg um 0,91 Prozent auf ein Rekordhoch von 13 733,78 Punkten.

Im Dow zog die Aktie von Merck & Co <US58933Y1055> als eine der wenigen Verlierer mit minus 1,5 Prozent die Aufmerksamkeit auf sich. Im Schlussquartal 2020 war der Pharmakonzern wegen hoher Aufwendungen für einen Medikamentenrückruf und der Übernahme des Krebsforschers VelosBio tief in die roten Zahlen gerutscht. Für 2021 wird ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn je Aktie (EPS) von 6,48 bis 6,68 Dollar in Aussicht gestellt, nach 5,94 ein Jahr zuvor. Zudem wurde mitgeteilt, dass Finanzchef Robert Davis im Jahresverlauf neuer Vorstandschef werde. Kenneth Frazier wird sein Amt zum 30. Juni abgeben.

Der Wettbewerber Bristol-Meyers Squibb <US1101221083> gab ebenfalls rote Zahlen für das abgelaufene Quartal bekannt, blickt aber dennoch optimistisch auf das laufende Jahr. Die Aktien sanken im S&P 500 um 0,3 Prozent.

An der Nasdaq indes machten Ebay <US2786421030> und die ehemalige Tochter der Online-Handelsplattform, Paypal <US70450Y1038> den Anlegern Freude. Der Einkaufsboom per Internet in der Corona-Krise verhalf zu glänzenden Geschäften, von denen auch der Online-Bezahldienst profitierte. Sowohl die Aktien von Ebay als auch die von Paypal legten um 6,9 Prozent zu.

Qualcomm <US7475251036> büßten zugleich 8,7 Prozent ein. Der superschnelle 5G-Datenfunk sorgte zwar beim Chipkonzern im ersten Geschäftsquartal für ein sprunghaftes Wachstum und zudem lag die Gesamtjahresprognose über der Markterwartung, doch Lieferengpässe belasten.