Aktien New York: Dow steigt über 28 000 Punkte trotz unklaren Wahlausgangs

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NEW YORK (dpa-AFX) - Trotz des noch völlig unklaren Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch ihren klaren Erholungskurs fortgesetzt. Dabei hatten Börsianer im Vorfeld das Szenario einer Hängepartie mit einem sich hinziehenden Wahlergebnis und möglichen juristischen Anfechtungen befürchtet. Angeführt wurde die Gewinnerliste von den Technologiewerten sowie Aktien aus dem Gesundheitssektor.

Der Dow Jones Industrial <US2605661048> notierte zuletzt 2,23 Prozent höher bei 28 092,24 Punkten. Damit summiert sich das Dow-Plus in dieser Woche nun auf rund 6 Prozent, womit der Leitindex seinen 6,5-prozentigen Verlust aus der Vorwoche fast wettmachte. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> gewann am Mittwoch 2,84 Prozent auf 3464,83 Punkte. Der Nasdaq 100 <US6311011026> rückte sogar um 4,51 Prozent auf 11 788,35 Zähler vor.

Im Duell zwischen dem republikanischen Präsidenten Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden zeichnet sich noch keine Entscheidung ab. Dass sich Trump trotz der noch laufenden Stimmenauszählung schon zum Sieger erklärte und wegen der Verzögerung des Wahlergebnisses mit dem Gang vor das Oberste Gericht der USA drohte, um eine weitere Stimmenauszählung zu stoppen, sorgte zusätzlich für Irritationen.

Die wenigen Unternehmensnachrichten im Schatten des Wahlkrimis sorgten für deutliche Kursbewegungen. So sprangen die Aktien von Uber <US90353T1007> und Lyft <US55087P1049> um 11,8 beziehungsweise 8,7 Prozent hoch, nachdem die Kalifornier in einer Volksabstimmung ein Gesetz gekippt hatten, das den Uber- und Lyft-Fahrern den Status von Mitarbeitern zugesprochen hatte. Die Fahrdienst-Vermittler hatten angekündigt, ihren Betrieb in dem Bundesstaat einzustellen oder zumindest einzuschränken, falls es in Kraft bleibe.

Den Vogel schossen aber die Aktien von Biogen <US09062X1037> ab. Positive Aussagen aus Kreisen der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Wirkung eines Alzheimer-Mittels katapultierten die Aktien um 44 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Februar nach oben. Während zwei Studien mit dem Wirkstoff Aducanumab zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt hatten, sagten FDA-Mitarbeiter am Mittwoch, dass die Wirkung in einer Studie "robust und außerordentlich überzeugend" ausgefallen sei. Dies wurde als Indiz dafür gewertet, dass die Behörde dem Mittel eine Zulassung aussprechen könnte.

Bei den Halbleiterherstellern AMD <US0079031078> und Intel <US4581401001> konnten sich die Aktionäre über Kursaufschläge von 6,4 beziehungsweise 2,4 Prozent freuen, nachdem der südkoreanische Branchenkollege Hynix für das dritte Quartal einen Gewinnsprung gemeldet hatte. Bei AMD stützte zudem eine neue Kaufempfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Im Dow waren die Aktien von UnitedHealth Group <US91324P1021> Spitzenreiter mit einem Gewinn von 11,3 Prozent. Der Krankenversicherer schüttet eine Bardividende von 1,25 Dollar je Aktie aus. Am Dow-Ende rangierten hingegen die Papiere des Baumaschinenkonzerns Caterpillar <US1491231015>, die um 5,9 Prozent absackten.