Aktien New York: Dow gewinnt an Fahrt - Rekorde bei S&P und Nasdaq

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der S&P 500 und die technologielastigen Nasdaq-Börsen haben sich am Mittwoch gleich zum Handelsstart in Rekordhöhen aufgeschwungen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial tat sich schwerer. Er trat zunächst wie schon seit Wochenbeginn auf der Stelle, kam dann aber doch noch etwas in Fahrt. Rund zwei Stunden vor Handelsschluss gewann er 0,20 Prozent auf 21 618,83 Punkte. Sein jüngstes Rekordhoch lag am Freitag bei 21 681,53 Punkte.

Der S&P 500 stieg zuletzt mit plus 0,40 Prozent bei 2470,41 Punkten auf einen Höchststand. An der Technologiebörse kletterte der Nasdaq-Auswahlindex 100 um 0,67 Prozent auf 5919,67 Punkte. Der Nasdaq Composite rückte um 0,64 Prozent auf 6385,19 Punkte vor.

Unterstützung für die Börsen kam vom Bausektor. Dieser hatte sich im Juni von seiner schwachen Entwicklung der Vormonate deutlich erholt und die Markterwartung übertroffen. "Positiv hervorzuheben ist der Anstieg der Baugenehmigungen, die in den Index der Frühindikatoren einfließen, der morgen zur Veröffentlichung ansteht", hoben die Experten der Helaba hervor.

Ansonsten standen Quartalsberichte im Fokus. So bescherte die Bank Morgan Stanley ihren Anlegern Freude, nachdem tags zuvor Konkurrentin Goldman Sachs enttäuscht hatte. Trotz der Flaute am Finanzmarkt war Morgan Stanley im zweiten Quartal weiter gewachsen. Die Erträge und der Gewinn hatten auch im zweiten Quartal merklich höher als ein Jahr zuvor gelegen.

Als Glücksfall erwies sich das für die Bank wichtige Geschäft mit der Vermögensverwaltung, das deutlich mehr Geld abwarf. Zudem übertraf das Geschäft rund um Übernahmen oder Börsengänge die Erwartungen von Analysten. Die Aktien von Morgan Stanley rückten im S&P 100 daraufhin um 2,41 Prozent vor, während die Goldman-Papiere ihre Vortagesverluste um 0,43 Prozent ausweiteten.

Das IT-Urgestein IBM , dessen Aktien am Dow-Ende um 4,23 Prozent nachgaben, kämpft indes weiter mit schleppenden Geschäften. Im zweiten Quartal waren Überschuss und Umsatz verglichen mit dem Vorjahr zurückgegangen. Die fortgesetzte Schwäche im traditionellen Computer-Kerngeschäft hatte die Erlöse bereits das 21. Quartal in Folge schrumpfen lassen, auch wenn es in anderen Sparten durchaus starkes Wachstum gegeben hatte. Erschwerend kam der starke Dollar hinzu, denn IBM macht einen Großteil seiner Geschäfte außerhalb der USA.

United Continental büßten 5,80 Prozent ein - und das trotz gestiegener Passagierzahlen, Umsätze und Gewinne im zweiten Quartal. Börsianer sprachen davon, dass die Anleger Kasse machten. "Sell on good news", sei das Motto, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn um gut 27 Prozent gestiegen war.

Der Konzern McCormick will derweil das Lebensmittelgeschäft des britischen Konsumgüterkonzerns Reckitt Benckiser übernehmen, was viele Anleger mit Verkäufen quittierten. Die Anteilscheine von McCormick verloren 5,29 Prozent, während die Papiere von Reckitt in London mit plus 1,60 Prozent aus dem Handel gingen.