Aktien New York Ausblick: Verluste - Anleiherenditen wieder im Blick

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Freude der Anleger über eine weiterhin extrem lockere Geldpolitik der US-Notenbank könnte am Donnerstag schon wieder verpuffen. Die Renditen am Anleihemarkt zogen weiter an und machen es Aktionären damit schwerer. Alternativen zur Aktienanlage könnten bei einer Fortsetzung des Trends attraktiver werden. Zudem lasten höheren Renditen tendenziell besonders auf teilweise sehr hoch bewerteten Aktien der Technologiebranche. Die aktuell veröffentlichten Wirtschaftsdaten fielen gemischt aus und dürften daher nur begrenzten Einfluss haben.

Nach Rekordständen an der Wall Street zur Wochenmitte taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial <US2605661048> rund eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt auf 33 007 Punkte, was ein minimales Minus von 0,02 Prozent wäre. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 <US6311011026> signalisierte IG wieder ein Absacken unter die Marke von 13 000 Punkten. Erwartet wird ein Abschlag von 1,6 Prozent auf 12 990 Zähler.

Derweil kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 1,74 Prozent und die 30-jähriger Bonds stieg auf 2,49 Prozent.

Der Blick auf die Wirtschaftsdaten zeigte, dass die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche trotz einer kräftigen Erholung der US-Wirtschaft stieg - und das deutlicher als erwartet. Zugleich allerdings erreichte das Geschäftsklima in der wichtigen US-Wirtschaftsregion Philadelphia im März den höchsten Stand seit fast 50 Jahren.

Unter den Einzelwerten im Dow werden nach dem Handelsschluss die Papiere von Nike <US6541061031> in den Blick rücken, denn der Sportartikelhersteller gibt seine Zahlen zum dritten Geschäftsquartal bekannt. Das Ende Februar abgelaufene Quartal dürfte auf dem US-Markt für Nike eines der schwierigsten der vergangenen Jahren gewesen sein, erwartet Credit-Suisse-Analyst Michael Binetti. UBS-Experte Jay Sole rechnet dennoch damit, dass Nike die Erwartungen am Markt übertreffen werde. Vorbörslich ging es zunächst um 0,7 Prozent abwärts für die Aktie, die dicht vor ihrem Rekordhoch bei knapp unter 148 US-Dollar steht.

Der Deutsche-Post-Konkurrent und Logistikkonzern Fedex <US31428X1063> wird ebenfalls über sein drittes Geschäftsquartal berichten. Hier gibt sich Goldman-Analyst Jordan Alliger optimistisch und erwartet ein "weiteres starkes Quartal". Vorbörslich ging es für die Aktie um 0,5 Prozent hoch. Auch sie ist nicht mehr allzu weit von ihrem Höchststand von knapp 306 Dollar entfernt.

Der Blick geht auch wieder in Richtung Elektrofahrzeug-Aktien. Die Papiere des Entwicklers von Elektro- und Wasserstoff-Lkw Nikola <US6541101050>, die am Vortag um 3,4 Prozent gestiegen waren, werden nun 3,5 Prozent schwächer erwartet. Die Anteile des Elektroautobauers Tesla <US88160R1014>, die um 3,7 Prozent zugelegt hatten, gaben vorbörslich um 2,5 Prozent nach.