Aktien New York Ausblick: Nordkorea-Krise schreckt Aktienanleger ab

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Unter dem Eindruck der wieder aufflammenden Nordkorea-Krise wird der New Yorker Aktienmarkt zum Handelsstart am Dienstag schwächer erwartet. Etwa eine Stunde vor dem Auftakt taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Index 0,55 Prozent tiefer bei 21 688 Punkten. Konjunkturseitig rückt eine halbe Stunde nach Börsenstart das Verbrauchervertrauen Conference Board in den Blick.

Nach seinen beiden weltweit verurteilten Tests mit Interkontinentalraketen im Juli heizt Nordkorea den Konflikt noch weiter an: Pjöngjang feuerte am Dienstagmorgen (Ortszeit) erneut eine Rakete ab, die dieses Mal über Japan flog, wie die südkoreanische Armee mitteilte. Angesichts dessen suchten Anleger vermeintlich sichere Anlagen wie Gold und Anleihen und hielten sich von den risikoreicheren Aktienmärkten eher fern, hieß es am Markt.

WEITER SORGEN WEGEN HARVEY

Wegen des Hurricans Harvey und dessen Folgen stehen Unternehmen aus dem Öl- und Versicherungssektor weiter im Mittelpunkt. "Die Überschwemmungen im Süden der USA werden noch längere Zeit eine Wiederaufnahme des Raffineriebetriebs, eine Bestandsaufnahme der Schäden und notwendige Reparaturarbeiten erschweren", hieß es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank.

Harvey belaste auch den US-Dollar, denn Marktteilnehmer sorgten sich, dass der Wirbelsturm das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal beeinflussen werde, sagte Marktanalyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital. Dies wiederum könnte dazu führen, dass die US-Notenbank Fed weitere Zinserhöhungen womöglich erst einmal aufschiebe.

ACORDA UND FINISH LINE STÜRZEN AB

Unter den Einzelwerten brachen die Papiere des Biotech-Unternehmens Acorda Therapeutics vorbörslich um mehr als 30 Prozent ein, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA einen Zulassungsantrag für das Parkinson-Mittel Inbrija abgelehnt hatte. Mit minus 29 Prozent ging es für die Titel des Sportschuh-Herstellers Finish Line nach einer Gewinnwarnung in ähnlicher Größenordnung runter.

Besser erging es dagegen den Titeln des Elektronikhändlers Best Buy nach stärker als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und Anhebung des Jahresausblicks. Sie legten vorbörslich zu.