Aktien New York Ausblick: Nasdaq fester erwartet dank Netflix und Alphabet

NEW YORK (dpa-AFX) -Die Anleger an den US-Börsen können nach den jüngsten Verlusten auf einen halbwegs versöhnlichen Wochenausklang hoffen. Eine Dreiviertelstubde vor dem Handelsstart taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 0,1 Prozent tiefer auf 33 029 Punkte, den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 hingegen 0,6 Prozent im Plus auf 11 362 Punkte. Damit steuern die beiden Börsenbarometer indes auf Wochenverluste von 3,7 beziehungsweise 1,6 Prozent zu.

Für die gute Stimmung im Tech-Sektor zum Wochenausklang sorgten starke Abonnentenzahlen des Streaming-Pioniers Netflix US64110L1061. Auch der angekündigte massive Stellenabbau der Google-Mutter Alphabet US02079K3059, die damit anderen Tech-Riesen wie Microsoft US5949181045, Amazon US0231351067 und Facebook-Mutter Meta US30303M1027 folgt, stieß am Markt auf ein positives Echo.

Potenziell kursbewegende Konjunkturdaten vom US-Immobilienmarkt gibt es erst rund eine halbe Stunde nach Handelsbeginn. Zuletzt hatten schwache Daten Ängste vor einer Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft geschürt.

Die Aktien von Netflix zogen bereits vorbörslich um 6,6 Prozent an. Der Streamingdienst habe mit seinem Nutzerwachstum im vergangenen Quartal sowohl die eigene Zielsetzung als auch seine und die Konsensschätzung übertroffen, kommentierte Andrew Uerkwitz vom Analysehaus Jefferies. Auch etliche andere Analysten kommentierten die Abonnentenzahlen wohlwollend - und praktisch alle, die sich zu Netflix aktuell äußerten, hoben ihre Kursziele für die Aktie an.

Bei Alphabet konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg um 3,2 Prozent freuen. Der Mutterkonzern des Suchmaschinen-Betreibers Google will weltweit rund 12 000 Jobs streichen, was etwa sechs Prozent der Belegschaft entspricht. Zuvor hatten die Tech-Konzerne allerdings mit dem boomenden Geschäft in der Corona-Pandemie ihre Mitarbeiterzahlen zum Teil deutlich aufgestockt. So hatte Alphabet Stand Ende September fast 186 800 Beschäftigte - das waren rund 36 750 mehr als ein Jahr zuvor.

Dagegen ließ ein Hackerangriff auf T-Mobile US US8725901040 die Aktien der Deutsche-Telekom-Tochter DE0005557508 vorbörslich um 1,2 Prozent sinken. Betroffen von der Attacke seien rund 37 Millionen Kunden, hatte das Unternehmen am Vortag nach US-Handelsschluss mitgeteilt. Derzeit gebe es keine Hinweise, dass es gelungen sei, ins System oder Netzwerk einzudringen. Dennoch schloss das Unternehmen daraus resultierende hohe Kosten nicht aus.