Aktien New York Ausblick: Anleger verdauen Steuererhöhungspläne

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Vortagesverlusten zeichnet sich am New Yorker Aktienmarkt vor dem Wochenende eine Stabilisierung ab. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> gut eineinhalb Stunden vor der Startglocke mit plus 0,02 Prozent kaum verändert auf 33 824 Punkten. Von US-Präsident Joe Biden geplante Steuererhöhungen für wohlhabende Amerikaner hatten am Vortag für Verluste gesorgt.

Investoren wägen nun laut Experten die Auswirkungen höherer Steuern gegenüber den positiven Effekten ab, die die mit den Konjunkturprogrammen einhergehenden Investitionen in die US-Infrastruktur bringen. Die weiter lockere Geldpolitik stützt die Aktienkurse in Nähe ihrer Rekordhochs. Die in einigen Teilen der Welt rasant steigenden Corona-Zahlen dämpfen aber die Stimmung.

Während wenige Minuten nach dem Börsenstart Einkaufsmanagerdaten aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor auf der Agenda stehen, richten sich aktienseitig die Blicke auf Intel <US4581401001>. Die Papiere des Chipkonzerns rutschten im vorbörslichen Handel teils um fünf Prozent ab, zuletzt noch um zwei Prozent. Gesunkene Umsätze im Geschäft mit Rechenzentren und ein scharfer Rückgang der Bruttogewinnmargen als Signal von Marktanteilsverlusten verdarben den Anlegern die Laune.

Mit Quartalszahlen im Blick stehen zudem American Express <US0258161092> und Honeywell <US4385161066>. Für die Titel des Kreditkartenanbieters ging es vorbörslich um mehr als drei Prozent bergab, die Papiere des Mischkonzerns Honeywell verloren eineinhalb Prozent.

Für die Foto-App Snapchat zahlt sich aus, eine gut funktionierende App für Android-Smartphones zu haben. Die Zahl täglich aktiver Nutzer stieg im vergangenen Quartal um 15 Millionen auf 280 Millionen. Dabei griff erstmals mehr als die Hälfte der Nutzer von Telefonen mit dem Google-System auf Snapchat zu, wie die Betreiberfirma Snap <US83304A1060> nach US-Börsenschluss am Vortag mitgeteilt hatte. Snap gewannen vorbörslich viereinhalb Prozent.