Aktien New York: Anleger lassen Vorsicht walten

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nur wenig verändert mit einem negativen Unterton haben sich die US-Aktienmärkte am Dienstag im Handelsverlauf präsentiert. Börsianer sehen die Anleger derzeit in Wartestellung, bevor in diesen Tagen die Berichtssaison der Unternehmen so richtig ins Rollen kommt und die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihre geldpolitische Richtung entscheidet.

Der Dow Jones Industrial <US2605661048> notierte zuletzt 0,07 Prozent tiefer bei 33 958,03 Punkten und knüpfte damit an seine etwas leichtere Schlusstendenz zum Wochenauftakt an. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072>, der am Montag noch ein weiteres Rekordhoch erklommen hatte, ging es um 0,04 Prozent auf 4186,11 Zähler abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> fiel um 0,38 Prozent auf 13 973,51 Punkte.

Einige Quartalsberichte gab es bereits am Dienstag zu verarbeiten, die für ein durchwachsenes Feedback der Anleger sorgten. Kräftigster Kursgewinner waren UPS <US9113121068> mit einem Plus von rund 11 Prozent. Ein Boom in allen Geschäftsfeldern hatte den US-Paketdienst im ersten Quartal überraschend stark angetrieben. Die Papiere des Konkurrenten Fedex <US31428X1063> legten daraufhin um 4,8 Prozent zu.

Die am Vorabend nach Börsenschluss präsentierten Zahlen von Tesla <US88160R1014> kamen an der Börse nicht gut an. Die Papiere des Elektroautobauers sackten um 4 Prozent ab. Tesla fuhr zu Jahresbeginn seinen bisher höchsten Quartalsgewinn ein, allerdings aufpoliert mit dem Handel von Abgaszertifikaten und Gewinnen aus Bitcoin-Spekulationen. JPMorgan-Experte Ryan Brinkman betonte, der operative Gewinn habe die Erwartungen im ersten Quartal verfehlt.

Verluste hinnehmen mussten zudem die Aktionäre der Mischkonzerne General Electric <US3696041033> (GE) mit minus 2,2 Prozent und 3M <US88579Y1010> mit minus 2,8 Prozent. Bei GE machte sich ein Milliardenverlust in der Jet-Leasingsparte bemerkbar, der zu einem unerwartet hohen Barmittelabfluss beitrug. Bei 3M bemängelten Analysten, dass das Unternehmen seinen Ausblick nach dem dem starken Jahresbeginn nicht angehoben hatte.

Bei Eli Lilly <US5324571083> ging es um 2,2 Prozent bergab. Der Pharmakonzern senkte seine diesjährigen Ziele, weil er inzwischen von einem geringeren Nachfrageschub für seine Corona-Antikörpercocktails ausgeht. Am Markt wurde dies vor dem Hintergrund der erst kürzlich entzogenen US-Notfallzulassung für das Medikament Bamlanivimab gesehen.

Besser kamen die Resultate des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Raytheon <US75513E1010> an, dessen Aktien um 2,2 Prozent zulegten. Nach einem starken Jahresauftakt hob das Unternehmen die Ziele für 2021 leicht an. Jetzt soll noch mehr Geld in den Rückkauf eigener Aktien fließen. Außerdem peilt der vor einem Jahr formierte Konzern nun höhere Synergien aus seiner Fusion an.