Aktien Frankfurt Schluss: Iran-Konflikt schreckt Anleger weiter ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat den Dax <DE0008469008> am Montag erneut in Mitleidenschaft gezogen. Der deutsche Leitindex war zeitweise unter die 13 000-Punkte-Marke und damit auf den tiefsten Stand seit vier Wochen gerutscht, bevor er sich etwas erholte und am Ende noch 0,70 Prozent auf 13 126,99 Punkte verlor. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen deutschen Werte büßte 0,91 Prozent auf 28 193,27 Punkte ein.

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hatte das irakische Parlament die Regierung aufgefordert, ausländische Truppen aus dem Land zu verweisen. Für den Fall eines Rauswurfs von 5000 im Irak stationierten US-Soldaten drohte US-Präsident Donald Trump dem bisherigen US-Verbündeten mit Sanktionen "wie nie zuvor".

"Die Zuspitzung des Konflikts lässt die Risikoaversion an den Finanzmärkten schon wieder ansteigen", schrieb Devisenanalystin Antje Praefcke von der Commerzbank. Laut den Experten des Bankhauses Metzler verkompliziert eine Truppen-Ausweisung im Irak die Lage weiter. Sie betonten, die Eskalation habe an den Märkten eine Flucht in sichere Anlagehäfen zur Folge. Diese trieb Anleger heraus aus Aktien und hinein in Staatsanleihen.