Aktien Frankfurt Schluss: Dax schafft es nicht mehr über 9000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat sich der Ausverkauf im Zuge der Coronavirus-Pandemie zum Wochenbeginn fortgesetzt. Nachdem der Leitindex Dax <DE0008469008> in der Spitze um fast 11 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2013 eingebrochen war, setzte am Montagnachmittag an den Börsen in Deutschland, Europa und den USA eine Gegenbewegung ein. Zum Handelsende ging es für den Dax noch um 5,31 Prozent auf 8742,25 Punkte nach unten. Ein Sprung über die 9000-Punkte-Marke war dem Index allerdings über den gesamten Tag hinweg nicht mehr vergönnt. Der MDax <DE0008467416> verlor 5,07 Prozent auf 19 230,20 Punkte.

Mehrere Notenbanken rund um den Globus haben mittlerweile geldpolitische Eingriffe angekündigt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern. So hat auch die US-Notenbank zu weiteren drastischen Mitteln gegriffen. In einer Notfallaktion senkte sie den Leitzins in der Nacht zum Montag überraschend um einen ganzen Prozentpunkt auf fast null Prozent und kündigte ein Maßnahmenpaket in Koordination mit anderen Notenbanken an.

In einem Kommentar schrieb Marktexperte Timo Enden, dass nun langsam die Erkenntnis durchsickern könne, "dass die Staaten und Notenbanken die Weltwirtschaft nicht nur auf dem Papier den Rücken stärken, sondern auch in der Praxis, bis sich diese nachhaltig erholt hat." Abgesehen davon seien wie schon am vergangenen Freitag Schnäppchenjäger am Werk. "Über dem Berg dürften die Börsen vor dem Hintergrund des wütenden Coronavirus aber noch nicht sein", so Emden.