Aktien Frankfurt: Moderat im Minus - Daten zur Unternehmensstimmung stützen

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Montag im recht impulsarmen Handel moderat nachgegeben. Nach positiven Stimmungsdaten aus der Industrie verringerte er seine Verluste bis zur Mittagszeit und zeigte sich mit minus 0,19 Prozent auf 15 620,11 Punkte stabil. Der MDax <DE0008467416> stieg mit plus 0,15 Prozent auf 34 516,01 Zähler sogar auf ein Rekordhoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gab indes 0,14 Prozent auf 4078,61 Zähler ab.

Einer zweiten Erhebungsrunde zufolge stieg die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im Juni auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit legte zum Vormonat um 2,4 Punkte auf 59,5 Zähler zu, womit das Resultat der ersten Erhebung um 0,3 Punkte nach oben korrigiert wurde.

Wegen des US-Feiertags "Independence Day" ging es an den Börsen zum Wochenauftakt ansonsten eher ruhig und schwankungsarm zu. Da der Feiertag auf den Sonntag fiel, bleiben die US-Börsen auch am Montag geschlossen. Spätestens zur Wochenmitte aber könnten laut Axi-Marktanalyst Milan Cutkovic die Schwankungen wieder zunehmen, denn abgesehen von einigen Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone steht dann das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank im Fokus.

Der Blick auf das Fed-Protokoll helfe den Investoren, besser einschätzen zu können, wie weit die Federal Reserve (Fed) noch von einer Zinswende entfernt ist, so Cutkovic. Dabei erinnerte er daran, dass Fed-Präsident Jerome Powell die Märkte vor drei Wochen mit schärferen Tönen in Richtung einer solchen Zinswende überrascht, diese Schärfe jedoch kurz danach schon wieder etwas herausgenommen hatte. "Das Sitzungsprotokoll dürfte nun mehr Klarheit darüber bringen, wie einig sich die 18 Mitglieder des Offenmarkt-Ausschusses (FOMC) sind, was den rapiden Anstieg der Inflationsraten und den Zinsausblick betrifft."

Im Dax belegte zuletzt die Covestro <DE0006062144>-Aktie den ersten Platz mit plus 0,5 Prozent auf 55,66 Euro. Eine positive Studie der DZ Bank stützte. Analyst Peter Spengler hob den fairen Wert der Aktie von 72 auf 73 Euro an und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Der Hersteller von Spezialchemieprodukten profitiere von einer großen Nachfrage, schrieb er. Zugleich setzte er seine Umsatz- und Ergebnisschätzungen (Ebitda) bis 2023 hoch, da unter anderem mit der Erstkonsolidierung der übernommenen RFM ein positiver Beitrag zu erwarten sei.

Bankenwerte zählten ebenfalls zu gefragten Papieren: Mit plus 0,4 Prozent nahmen die Anteilsscheine der Deutschen Bank <DE0005140008> den zweitbesten Platz unter den 30 Dax-Werten ein. Im Index der mittelgroßen Werte stiegen die Aktien der Commerzbank <DE000CBK1001> um 1,1 Prozent.

Die Papiere des Flughafenbetreibers Fraport <DE0005773303> gewannen 1,3 Prozent. Sie profitierten Händlern zufolge davon, dass der Flughafen Sydney von einer Investorengruppe ein Übernahmeangebot in Höhe von 22 Milliarden australischen Dollar erhalten hat. Das sorge auch für gute Stimmung unter Fraport-Aktionären, hieß es.

Lufthansa <DE0008232125> zogen um 2,1 Prozent nach oben. Aufgrund gesunkener Corona-Infektionszahlen wächst nach Angaben von Vorstandsmitglied Harry Hohmeister die Nachfrage nach Dienstreisen wieder. Dass die Dienstflüge im dritten und vierten Quartal dieses Jahres zugleich lediglich 30 bis 40 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen dürften, vergrätzte die Anleger kaum. Ebenso wenig, dass die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über neue Regeln für die Energiesteuern berichtete. Die Europäische Kommission wolle laut eines Entwurfs in ihrem "Fit for 55"-Klimapaket Mitte Juli auch den Luftverkehr in die Pflicht nehmen und die europäischen Mindeststeuern für Energie auch auf Kerosin für innereuropäische Flüge anwenden./ck/eas

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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