Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax trotzt Nordkorea-Krise und Eurostärke

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat nach seinem trüben Wochenstart am Dienstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Allerdings hielten sich die Gewinne zunächst in Grenzen. Im frühen Handel legte der deutsche Leitindex um 0,31 Prozent auf 12 139,51 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,33 Prozent auf 24 794,40 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,34 Prozent auf 2304,80 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,19 Prozent auf 3436,99 Punkte hoch.

Zwar habe der Schreck über den jüngsten Raketentest Nordkoreas nicht allzu lange angehalten, schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG mit Blick auf das nur moderate Vortagsminus. "Dennoch könnte die Krise auf der koreanischen Halbinsel noch eine Weile die Börsianer beschäftigen. Aber auch die andauernde Euro-Stärke dürfte an den europäischen Finanzmärkten ein Thema bleiben." Ein starker Euro - zuletzt kostete er um die 1,19 US-Dollar - erschwert den Export.

Angesichts des nordkoreanischen Tests einer Wasserstoffbombe habe sich der Dax zu Wochenbeginn "recht beachtlich aus der Affäre gezogen", ergänzte Helaba-Analyst Christian Schmidt. Doch möglicherweise sei die Kursentwicklung auch dadurch verzerrt worden, dass wegen der feiertagsbedingt geschlossenen Wall Street ein Großteil der US-Anleger am Vortag dem Handel fern geblieben sei. Entsprechend dünn seien daher die hiesigen Börsenumsätze ausgefallen. An diesem Dienstag wird in den USA wieder gehandelt.